Die Zukunft der Telekom: Ohne T-Online geht’s nicht

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Die Verschmelzung von T-Online und der Deutschen Telekom sei eines “der Kernelemente unserer strategischen Neuausrichtung”, sagte Kai-Uwe Ricke, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom.

Die Verschmelzung von T-Online und der Deutschen Telekom sei eines “der Kernelemente unserer strategischen Neuausrichtung”, sagte Kai-Uwe Ricke, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, heute auf der Hauptversammlung des TK-Konzerns in Hannover.

Erst die Integration von breitbandigem Festnetz und Internet mache eine Vielzahl neuer Produkte und Services möglich, so Ricke. Die Konsolidierung sei notwenig, weil sich neue Märkt bildeten und andere, traditionelle, Geschäftsfelder an Bedeutung verlören. Mit der Bündelung will die Telekom ihre Kundenbeziehungen stärken und den Geschäftsrückgängen im traditionellen Festnetzgeschäft entgegen wirken. Die Rede Rickes sorgte allerdings nicht nur für Lob. Die Aktionäre nämlich sind nicht einverstanden mit dem Vorgehen bei der geplanten Wiedereingliederung der Tochterfirma T-Online in den Mutterkonzern.
 
Verschiedene Vertreter von Privatanlegern forderten einen fairen Umgang mit Kleinaktionären. Das Barangebot und Tauschofferte bezeichnete der Geschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Carsten Heise, als “unfair” und als ein “absolutes Minimalangebot”, berichtet die Presseagentur dpa.

Im Zusammenhang der Verschmelzung des größten europäischen Internetanbieters hatte die Telekom ein Barangebot von 8,99 Euro und ein Umtauschrelation von 0,52 T-Aktien für eine T-Online geboten. Das ist rund ein Drittel des Preises (27 Euro), den die Anleger beim Börsengang der Telekom-Tochter im Frühjahr 2000 auf den Tisch geblättert hatten. Lars Labryga von der Schutzgemeinschaft der Kleinanleger (SdK) sprach gar davon, dass die T-Online-Aktionäre ausgeplündert worden seien. Viel bringen wird die Kritik aber nicht mehr. Die T-Aktionäre müssen der Integration von T-Online nicht mehr zustimmen, weil die Telekom bereits mehr als 90 Prozent an ihrer noch börsennotierten Tochterfirma hält.