Microsoft kippt Gesetz gegen Diskriminierung von Lesben und Schwulen

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Nachdem der Microsoft-Konzern jahrzehntelang als besonders tolerant gegenüber der sexuellen Orientierung seiner Angestellten galt, scheint sich dieser Ruf jetzt in Luft aufzulösen.

Nachdem der Microsoft-Konzern jahrzehntelang als besonders tolerant gegenüber der sexuellen Orientierung seiner Angestellten galt, scheint sich dieser Ruf jetzt in Luft aufzulösen. Ein Antidiskriminierungsgesetz in den USA soll genau deshalb nicht akzeptiert worden sein, weil der Konzern in letzter Minute seine Unterstützung dafür zurückgezogen hatte.

CEO Steve Ballmer und Firmen-Mitgründer Bill Gates formulierten dies auf einem Weblog etwas anders und bestritten, dass sich ihre Haltung gegenüber nicht konventionellen Lebensgemeinschaften geändert habe. Ihre persönlich Meinung bleibe ja gleich, argumentieren sie. Sie hätten sich nur entscheiden, die offizielle Unternehmenssicht nicht davon abhängig zu machen.

Dem gegenüber steht ein konservativer Geistlicher, Ken Hutcherson. Er hatte, berichtet die New York Times, in einer aufwändigen Kampagne angedroht, dass er zu einem nationalen Boykott der Microsoft-Produkte aufrufen werde, sollte der Softwarekonzern nicht klein beigeben und die Unterstützung für das Gesetz zurückziehen. Das klingt bei den Microsoft-Oberen ganz anders. Sie fragen sich, welches Signal sie an die Angestellten senden würden, die möglicherweise eine andere Haltung als die Teppichetage haben. Inoffiziell soll aber ein Microsoft-Angestellter erwähnt haben, dass der offensichtliche Rückzug vom Gesetzesvorhaben auf das Konto des Pfarrers gehe.