Halsband überwacht die sozialen Kontakte von Hunden

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Waldi spürt die Leine nicht mehr und verschwindet im Unterholz … Dieses Problem haben jetzt Hundefreunde in den USA gelöst und ein elektronisches Halsband mit interaktiver Leine entwickelt.

Waldi spürt die Leine nicht mehr und verschwindet im Unterholz … Mal ehrlich, wüssten Sie nicht gern, mit wem er sich herumtreibt und welche Hundedame in der entfernten Nachbarschaft mit Fug und Recht etwas später Alimente fordern könnte? Dieses Problem haben jetzt Hundefreunde in den USA gelöst und ein elektronisches Halsband mit interaktiver Leine entwickelt. Dieses soll die sozialen Kontakte von Wuffi und Schnuffi nicht nur nachvollziehbar, sondern auch steuerbar machen.

Dabei sind die Leine und das Halsband untereinander elektronisch verbunden und haben jeweils Sensoren. Dazu kommt ein Sender für einen spezifischen Ton, der den Hund unverwechselbar machen soll. Beim Spaziergang sollen die Töne von anderen Hundehalsbändern aufgenommen und verarbeitet werden. Auch wenn der Hund unangebunden herumtollen darf, trackt das Halsband jeden weiteren Kontakt mit einem ebenfalls elektronisch überwachten Hund. Beim abendlichen Ablesen der Daten aus der Leine kann Herrchen dann feststellen, ob Wuffi sich standesgemäß als reinrassiger Hund eines Bibliothekars verhalten hat, oder einfach zu viel Zeit mit den Straßen-Tölen verbringt.

Mehr noch: Die Erfinder dieses unverzichtbaren Tools denken bereits darüber nach, dass sich Hundebesitzergruppen zum gemeinsamen ‘Gassigehen’ zusammen finden können. Nicht, weil sich die Menschen, sondern weil sich die Struppis sympathisch sind. Das funktioniert, weil besorgte Hundesbesitzer die Daten, die über einen zentralen Server in eine Website gespeist werden, ablesen sollen. Sodann können sie die anderen Besitzer beliebter Hunde anschreiben und sich verabreden.

Was aber, wenn der Dackel-zerfleischende Dobermann des Wegs kommt? Ist auch er getaggt, so kann man ihn weiträumig umgehen, weil die Leine vor ihm warnt. Das Gerät, das solche Wunder verbringt, heißt ‘Social Networking in Fur’ und befindet sich noch im Projektstadium – am renommierten Massachusetts Institute of Technology. Doch es gibt Gerüchte über erste Diskriminierungsklagen von Hundebesitzern, deren Wauwau einfach nur etwas exzentrisch ist, und die deshalb in einem menschen- und hundeleeren Park einsam nachts spazieren gehen müssen, von Mensch und Tier verstoßen.