Microsoft nimmt die Gründer unter seine Fittiche

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Mit seinem riesigen Partnernetzwerk und seinem Know-how bei der Vermarktung von Technologielösungen will Microsoft Start-ups in Deutschland unter die Arme greifen.

Mit seinem riesigen Partnernetzwerk und seinem Know-how bei der Vermarktung von Technologielösungen will Microsoft Start-ups in Deutschland unter die Arme greifen. Zu diesem Zweck startet die deutsche Niederlassung des Software-Giganten diese Woche die Initiative ‘unternimm was’.

Microsofts Aktion soll dabei weniger eine Alternativveranstaltung zu den zahlreichen Initiativen des Bundes und der Länder darstellen. Vielmehr soll sie in Kooperation mit einigen von ihnen dazu beitragen, interessante Technologien zur Marktreife zu führen und ihren Gründern kommerziellen Erfolg zu bescheren. “Wir können etwas dazu beitragen, um die Gründerszene in Deutschland wiederzubeleben”, erklärte dazu Jürgen Gallmann, Chef der deutschen Niederlassung von Microsoft.

Obwohl das Gründerklima in Deutschland durch seine öffentliche Förderinfrastruktur sehr gut ist, sind Neugründungen im Bereich ‘Spitzentechnologie’ seit 1995 um 30 Prozent zurückgegangen, im Bereich ‘Hochwertige Technologie’ sogar um 35 Prozent. Das könnte sich für einen Standort wie Deutschland fatal auswirken. “Wir werden mit Sicherheit noch mehr Arbeitsplätze an Billiglohnländer verlieren. Deswegen ist es wichtig, hochwertige und zukunftsträchtige Arbeitsplätze zu schaffen”, bekräftigte Gallmann.

Konkret sollen im ersten Jahr etwa 500 Start-ups gefördert werden, 15 davon sollen eine ‘Tiefenförderung’ erfahren. Das Angebot der Initiative umfasst Gründerworkshops, Hilfe beim Aufbau von Beziehungen mit Technologie-, Vermarktungspartnern und potenziellen Kunden, sowie vergünstigte Produkte aus dem Hause Microsoft und technischen Support hierfür. Für den engeren Kreis der Auserwählten werden sich Mitglieder des Microsoft-Managements persönlich über ‘Patenschaften’ engagieren.

Nach Aussage von Jürgen Gallmann ist die Idee zur Initiative durch Microsoft-Mitarbeiter in Deutschland entstanden und hat keinen direkten Bezug zu Marketing-Aktivitäten des Herstellers. Gallmann wollte allerdings weder konkrete Aussagen über die finanzielle Ausstattung der Initiative machen noch darüber, welche personellen Ressourcen seitens Microsoft für die Gründer mobilisiert werden.