Neue Entlassungswelle rollt auf IT-Branche zu

Management

Die Branche hat sich noch nicht ganz von den Entlassungswellen und Arbeitslosen-Parties erholt, da rollt schon die nächste Kündigungswelle.

Die Branche hat sich noch nicht ganz von den Entlassungswellen und Arbeitslosen-Parties (amerikanisch: Pink Slip Parties) erholt, da rollt schon die nächste Kündigungswelle. Einerseits wegen der wachsenden Konsolidierungsbewegungen im TK-Markt mit den AT&T-, MCI- und Sprint/Nextel-Fusionen; andererseits, weil die Geschäftszahlen nicht so sind, wie sie sein sollen. Und das soll erst der Anfang sein, prognostiziert die US-Stellenberatung Challenger, Gray & Christmas.

Demnach seien in dem Land, das dem unseren bei solchen Dingen oft ein Jahr voraus ist, allein in den ersten drei Monaten 2005 deutlich mehr Menschen aus der IT-Branche entlassen worden. 60.000 Stellenstreichungen zählen die Branchenkenner in diesem Zeitraum, das sind doppelt so viele wie im Jahr 2003. Allein die Computerindustrie hat hierzu ein Minus von 16.100 Stellen beigetragen, heißt es in US-Medien. Die Erklärung, die die Marktbeobachter dafür bereit haben ist, dass die Kunden langsam technikmüde werden. Die großen Kaufräusche im Consumer-Bereich, so heißt es, müssten bald zu einer gründlichen Abkühlung führen – mit entsprechenden Konsequenzen auf den IT-Arbeitsmarkt.

Einstweilen hat der Distributor Ingram Micro kurz nachdem ein neuer Chef die Führung übernahm, zunächst  550 Angestellte, hauptsächlich in Nordamerika entlassen. Service Level Agreements sollen dafür sorgen, dass die Kunden die Kürzungen nicht spüren. BMC Software fühlt sich nach den nicht ganz so guten Quartalszahlen wohl ebenfalls in Zugzwang und streicht 12 Prozent der Belegschaft, rund 850 Stellen.