Mobilfunker wehren sich gegen Preiskontrolle

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Nachdem die EU eine Initiative gegen überhöhte Auslandstarife von Handybetreibern angekündigt hat, haben die Mobilfunker Widerstand angekündigt.

Nachdem die EU eine Initiative gegen überhöhte Auslandstarife von Handybetreibern angekündigt hat, haben die Mobilfunker Widerstand angekündigt. Die deutschen Anbieter wiesen das Ansinnen der EU-Kommission zurück, mit Regulierungsmaßnahmen Preissenkungen bei Handy-Gesprächen aus dem Ausland durchzusetzen.

“Im Mobilfunkmarkt gibt es Wettbewerb. Es gibt keinen Bedarf an Regulierung”, so Catrin Glücksmann vom drittgrößten Netzanbieter E-Plus gegenüber der Berliner Zeitung. O2 verwies auf Sonderangebote in der Urlaubszeit, von Vodafone hieß es, man habe bereits reagiert. Der Konzern beruft sich auf ein Sommerangebot, wonach Handy-Nutzer in 18 Ländernetzen des Unternehmens zum Preis eines Inlandsgesprächs in der Heimat anrufen können. Pro Gespräch werde lediglich ein einmaliger Zuschlag von 75 Cent berechnet. Dadurch werden aber Kritikern zufolge Kurzgespräche teurer als zu den bisherigen Konditionen.

Lediglich T-Mobile räumte ein: “Die Preise sind zu hoch. Wir möchten das korrigieren.” Eine solche Preissenkung gehe aber nicht von heute auf morgen, so Unternehmenssprecher Husam Azrak gegenüber dem Blatt. Zuvor müsse mit Hunderten Vertragspartnern gesprochen werden – erste Schritte zu niedrigeren Preisen und mehr Kostentransparenz habe man bereits unternommen.

Am Montag hatte die EU-Kommission die je nach Land und Anbieter stark schwankenden Handytarife aus dem Ausland nach Hause als “inakzeptabel” bezeichnet. Die Gebühren seien nicht nur zu hoch, sondern auch noch verwirrend.