Linux-Initiative für Versicherungen und Banken

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Die ‘VersiBa’-Kooperation soll vor allem mit gemeinsamen Support die letzten Bedenken der Finanzwelt gegen Linux aus dem Weg räumen.

Viele Finanzinstitute und Versicherungen interessieren sich für Linux, dennoch sind Migrationen aber nach wie vor eher selten. ‘VersiBa’ nennen Hewlett-Packard (HP), Novell und Red Hat die Initiative bei der, mit einheitlichem Support und maßgeschneiderten Lösungen, der Branche der Umstieg auf das offene Betriebssystem erleichtert werden soll.

Ein umfassendes Linux-basiertes Portfolio für Desktop- und Server-Lösungen, eine breite Auswahl an zertifizierter Hardware, Soft- und Middleware sowie Services und gemeinsamer Support auf allen Lösungsebenen sollen mit der VersiBa-Initiative angeboten werden. Darüber hinaus arbeiten die drei Hersteller auch mit verschiedenen Partnern und ISVs (Independent Software Vendors) zusammen.

“Banken und Versicherungen interessieren sich aus verschiedenen Gründen für Linux. Einer der wichtigsten Gründe dafür dürfte der hohe Kostendruck sein”, erklärte Michael Gerner, Linux Business Manager bei HP, bei der Vorstellung der Initiative in München. Doch auch Punkte wie Sicherheit, Standardisierung, Flexibilität sowie Unabhängigkeit von einzelnen Herstellern würde die Branche für das Betriebssystem einnehmen.

Dennoch sind die IT-Verantwortlichen der Banken und Versicherungen noch recht vorsichtig: “Bei einer Umfrage erklärten 46 Prozent der Unternehmen in der Finanzbranche, dass mangelnder Support für sie große Bedenken beim Einsatz von Linux hervorruft”, so Gerner weiter. Für 32 Prozent ist hingegen das ‘Produkt’ noch nicht ausgereift genug. Bei der Umfrage stellen für 16 Prozent der Unternehmen zuwenig Anwendungen ein Problem dar. Immerhin gaben 18 Prozent an, keine Bedenken gegen den Einsatz des offenen Betriebssystems zu haben.

Zu Linux VersiBa (die Abkürzung setzt sich übrigens aus ‘Versicherung’ und ‘Banken’ zusammen) gehören auch spezifische Anwendungen der Finanzwirtschaft, wie etwa elektronisches Formular-Management, der elektronische Börsenhandel und Lösungen für das so genannte Multichannel-Banking, also die Möglichkeit für den Kunden, über verschiedene Wege mit der Bank Kontakt aufzunehmen.

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