Skype wird öfter heruntergeladen als genutzt

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Wenn es um den Einsatz von Voice over IP (VoIP) als Dienst für Privatkunden und kleine Abnehmer geht, sind die Japaner am technikfreudigsten

Wenn es um den Einsatz von Voice over IP (VoIP) als Dienst für Privatkunden und kleine Abnehmer geht, sind die Japaner am technikfreudigsten. Etwa 7,2 Millionen von ihnen nutzen laut einer Studie die neue Technik. Auch die Märkte in den USA und Europa wachsen. Frankreich gilt hier als Vorreiter. Aber die Downloads von solchen Diensten übersteigen noch die eigentliche Nutzung.

So haben die Marktforscher von PointTopic festgestellt, dass Anwender beispielsweise den Dienst Skype sehr oft herunterladen. Sie registrieren sich jedoch nicht ganz so oft als aktive Nutzer. Das heißt ganz unverblümt: sie nutzen den Dienst nicht. Außerdem sind auch diejenigen, die sich für den Dienst registriert haben, nicht oft im so genannten Skype-Telefonnetz. Dagegen zählte der Dienst selbst Mitte April weltweit 100 Millionen Downloads und lässt die Rückschlüsse auf die tatsächliche Nutzung offen.

Die Marktforscher bemerken dazu nur, dass diese Millionen angeblicher Nutzer wenig oder gar nichts zum Profit der Anbieter beitragen. Das Aufkommen von VoIP als eine Art Ersatzleitung für teure Gespräche sei aber tatsächlich ein ganz entscheidender Markt. So habe der norwegische Anbieter Telio es mittlerweile geschafft, dass seine Kunden den Zusatzdienst zum hauptsächlichen Dienst gemacht und die traditionelle Telefonie abgeschafft hätten.