Google verbannt Nationalzeitung aus seinem System

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Nach intensiven Prüfungen in den vergangenen Tagen soll der Suchmaschinenbetreiber Google damit begonnen haben, zwei nationalistische Nachrichtenseiten aus seinem Angebot zu nehmen.

Nach intensiven Prüfungen in den vergangenen Tagen soll der Suchmaschinenbetreiber Google damit begonnen haben, die nationalistischen Nachrichtenseiten des US-Magazins National Vandguard und der deutschen Nationalzeitung aus seinem Angebot zu nehmen. Die Nationalzeitung wird von Gerhard Frey, dem Gründer und langjährigen Vorsitzenden der rechtsradikalen DVU herausgegeben.

Wie US-Medien berichten, ist der Grund für das Delisting ein Artikel mit dem Titel “Deutsche Arbeitsplätze – für deutsche Arbeitsnehmer zuerst”, der auf der Neonazi-Seite erschienen war. Google News hatte im Rahmen seiner Suche im Web auf diesen Artikel verlinkt. “Wenn wir einen Artikel mit verhetzendem Inhalt entdecken, werden wir ihn entfernen”, sagte Google-Sprecher Steve Langdon.

Das war nun offenbar auch bei der US-Zeitung National Vanguard der Fall, die nach eigenen Angaben “Nachrichten, Ideen und historische Informationen bringt, die europäisch-stämmige Männer und Frauen verstehen müssen, wenn unsere Rasse und Zivilisation überleben soll”. Das Blatt wird von einem Verlag herausgegeben, der auch Hitlers ‘Mein Kampf’ vertreibt.

Wichtig sei für Google aber weiterhin, Meinungsfreiheit zu wahren, hatte der Suchmaschinenbetreiber in den vergangenen Tagen mehrfach betont. Deshalb verlinke man Nachrichten aus dem linken Spektrum genauso wie auf solche aus dem rechten Spektrum. Kritiker sagen jedoch, es sei problematisch, dass Google die Listung einzelner Artikel nicht steuern kann.