Legaler Download: Filmindustrie ändert Politik bei Raubkopien

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Die Filmindustrie Hollywoods fühlt sich offenbar vom Rad der Zeit überrollt und will jetzt ihre Filme auch zum legalen Download anbieten.

Die Filmindustrie Hollywoods fühlt sich offenbar vom Rad der Zeit überrollt und will jetzt ihre Filme auch zum legalen Download anbieten. Das ist, nachdem die Konzerne die Politik des strikten Verbots und der Abschreckung für Downloader gefahren hatten, eine kleine Überraschung. Doch mit dem rechtmäßig heruntergeladenen Filmen lässt sich eben auch eine Stange Geld verdienen.

Das haben die ersten großen Studios erkannt und Verträge abgeschlossen. Technikpartner und Filmrechteinhaber Sony ist nach einem Bericht der New York Times derzeit dabei, 500 Filme in legale Downloads zu verwandeln. Universal Pictures hat 200 Filme aus dem Fundus für die Digitalisierung frei gebeben. Warner Brothers will bereits 5000 Titel vollständig digitalisiert haben und bastelt schon am Geschäftsmodell. Es wird in Grundzügen so aussehen, dass diese Titel pro Download bezahlt und so in klingende Münze verwandelt werden – ähnlich dem Konzept, das Apple mit iTunes und dem Preis von 99 US-Cent pro Song fährt. Es wird also immer schwerer, Pirat zu sein und immer leichter, legaler Kunde zu werden – so ein Technikpartner.

Für die Branche ist dies ein entscheidender Durchbruch, weil die Raubkopien das Risiko zum Teil horrender Strafen vielleicht bald nicht mehr lohnen. Die Jagd nach Kids mit Videokameras in Kinosälen hatte bereits groteske Formen angenommen. Ende des Jahres soll es die ersten aktuellen Filme zum legalen Download geben.