HP setzt bei Storage voll auf Konsolidierung

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Bei dem Thema Konsolidierung reklamiert der Hersteller Hewlett-Packard für sich, der einzige Komplettanbieter zu sein.

Hewlett-Packard (HP) hat seine jüngste Produktankündigung ganz ins Zeichen der Konsolidierung gestellt. Neue Geräte und Funktionen sollen dem Admin die Arbeit erleichtern und Kosten sparen. Für sich reklamiert der Hersteller, der einzige Komplettanbieter zu sein, das sei bei dem Thema Konsolidierung besonders wichtig.

Für eine verbesserte Online-Konsolidierung aller vorhandenen Ressourcen hat der Hersteller die EVA-Arrays (Enterprise Virtual Array) neben Fibre-Channel jetzt auch mit iSCSI ausgestattet. Zudem unterstützen die System künftig 4 Gbit/s-FC, das sich als neuer Standard in diesem Umfeld so langsam etabliert. Die “Konsolidierungs-Plattform” wie HP sie nennt, bietet ferner neuen Support für 500 GB-Platten und stemmt so bis zu 120 TByte an Speicherkapazität.

Außerdem können IT-Manager die EVA-Arrays 4000, 6000 und 8000 für zusätzlichen Speicherplatz an die Enterprise-Class-Systeme XP12000 und XP10000 anschließen. Das soll neue Möglichkeiten bei der Speichervirtualisierung bieten, da HP StorageWorks Disk Arrays sowie solche von Drittherstellern “unter einer Oberfläche verwalten lassen”. Nach außen sollen so mehrere SANs als ein dediziertes Speichernetz erscheinen.

Auch für die XP-Familie gibt es etwas Neues. HP hat hier den Cache-Speicher auf 256 GByte verdoppelt, um nicht nur den eigentlichen Speicher, sondern auch den Cache partitionieren und je nach Bedarf einem Server oder einer Applikation zuordnen zu können. Der Bereich Backup-Konsolidierung soll mit einem neuen Produkt bedient werden. Die Bandbibliothek MSL2024 speichert in Vollauslastung mit LTO-Laufwerken ‘HP Ultrium 960’ 9,6 TByte.

Zwar keine neue Lösung, aber erweitere Funktionen hat die WAN-Accelerator-Familie StorageWorks EFS (Enterprise File Services) erhalten. Allen voran die Verschlüsselung des Datentransfers zwischen den WAN-Komponenten. Unternehmen sollen damit künftig in der Lage sein, auch die Bestände in Zweigstellen “in die Konsolidierung im Rechenzentrum mit einzubeziehen”. Dafür hat der Hersteller nach eigenen Angaben noch einmal die Performance verbessert. Nennenswert an dieser Stelle ist vielleicht noch, dass der Beschleuniger über Proxy File Services verfügt, die auch dann den Zugriff auf lokale Daten erlauben, sollte die WAN-Verbindung ausfallen. Mit dieser Funktion sind sie allerdings nicht alleine am Markt – Brocade kann das mit seinem Tapestry-Produkt auch.

Dass HP die Konsolidierung nicht erfunden hat, weiß der Hersteller. Neben IBM sieht er aber keinen Konkurrenten, “der ein so übergreifendes Portfolio dem Anwender bieten kann”, sagte Guido Klenner, Business Manager Online Storage bei HP. EMC mache eben nur Storage. Sun, der vierte Anbieter im Bunde, feilt gerade an seinem Portfolio und hat mit der Übernahme von Storagetek sicherlich keinen Fehler gemacht.