Amnestie für Indonesien? Microsoft dementiert

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Ein Bericht der Jakarta Post über eine angebliche Raubkopie-Amnestie von Microsoft für Indonesien sorgt derzeit für Verwirrung.

Ein Bericht der Jakarta Post über eine angebliche Raubkopie-Amnestie von Microsoft für Indonesien sorgt derzeit für Verwirrung. Kurz nachdem die Nachricht rund um den Globus für Schlagzeilen gesorgt hatte, kam jetzt das Dementi aus Redmond. Zuvor hatte das Blatt berichtet, dass die Regierung Indonesiens Microsoft symbolisch einen Dollar für jede illegale Windows-Version der Behörden zahlt – die Nutzung der Programme werde damit von Microsoft als rechtmäßig anerkannt.

“Das Unternehmen arbeitet in Indonesien nicht an irgendwelchen amnestieähnlichen Lizenzprogrammen für die Regierung und hat das auch nicht vor”, sagte dagegen Microsoft-Sprecherin Alexandra Mercer der Nachrichtenagentur AP. Ganz anders hatte das zuvor beim indonesischen Informationsminister Sofyan Djalil geklungen. “Microsoft zertifiziert die bereits installierte illegale Software”, so der Minister gegenüber der Jakarta Post. Im Gegenzug verpflichte sich Indonesien, in Zukunft nur noch autorisierte Software zu verwenden und verstärkt gegen Raubkopierer im eigenen Land vorzugehen.

“Microsoft ist realistisch”, so Djalil. “Sie können Entwicklungsländer wie uns nicht zwingen, nur legale Software zu verwenden, wenn wir die nicht bezahlen können.” Nach einer Untersuchung der Business Software Alliance waren im vergangenen Jahr 87 Prozent aller in Indonesien eingesetzten Computerprogramme Raubkopien.

“Microsoft wird sich weiter damit beschäftigen und mit der indonesischen Regierung zusammenarbeiten, um herauszufinden, wie wir die Bedürfnisse der Regierung und der Bürger am besten erfüllen können”, so Mercer.