Handy-Entzug: Seelenklempner entdecken ein neues Syndrom

Enterprise

Hand auf Herz: wir alle kennen es – dieses komische Gefühl, dass einen beschleicht, wenn man das Handy zu Hause vergessen hat, der Akku mitten am Tag plötzlich leer ist oder man …

Hand auf Herz: wir alle kennen es – dieses komische Gefühl, dass einen beschleicht, wenn man das Handy zu Hause vergessen hat, der Akku mitten am Tag plötzlich leer ist oder man – aus welchen Gründen auch immer – keine Möglichkeit hat, ins Internet zu gehen. Doch das ist jetzt alles nur noch halb so schlimm, weil Psychotherapeuten dem Phänomen einen Namen gegeben haben. Und damit ist das ganze keine Macke mehr, sondern ein hochoffizielles Syndrom.

‘Mobile and Internet Dependency Syndrome’ (MAIDS) ist der klangvolle Name für die neumodische Entzugserscheinung. Wer seine Bekannten noch mehr beeindrucken oder sein intellektuelles Hypochondertum pflegen möchte, kann wahlweise auch von MAIDS sprechen. Sie befinden sich in ausreichend Gesellschaft.

Nach einer aktuellen Umfrage von Lloyds TSB fühlen sich zwei Drittel aller Handybesitzer unwohl, wenn sie ihr Mobiltelefon zu Hause vergessen. Drei Prozent werden nach eigenen Angaben gar ängstlich oder panisch. Ähnlich groß ist offenbar die Abhängigkeit vom Internet – über 70 Prozent drehen nach eigenen Angaben durch, wenn sie nicht jeden Tag ihre E-Mails checken können.