Kartellwächter prüfen den Chip-Deal von Apple und Samsung

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Nachdem Samsung in den USA bereits 300 Millionen Dollar wegen Preisabsprachen zahlen muss, untersuchen jetzt auch Südkoreas Wettbewerbshüter das Geschäftsgebaren des Konzerns

Nachdem Samsung in den USA bereits 300 Millionen Dollar wegen Preisabsprachen zahlen muss, untersuchen jetzt auch Südkoreas Wettbewerbshüter das Geschäftsgebaren des südkoreanischen Konzerns. Hintergrund ist eine Vereinbarung, die Apple am 21. November mit Herstellern von Flash-Speichern – unter ihnen Samsung – getroffen hatte. Apple sicherte damit die Zulieferung von NAND-Flash-Speichern bis zum Jahr 2010 ab.

Die Flash-Speicher werden in den MP3-Player iPod eingebaut. Seit dem dritten Quartal 2005 liefert Samsung bereits Chips für das Modell iPod Nano. Mit der Vereinbarung vom 21. November konnte der Hersteller das Geschäft mit Apple ausdehnen. Apple sagte zudem eine Vorauszahlung von 500 Millionen Dollar zu.

Südkoreas Fair Trade Commission (FTC) hat jetzt jedoch Voruntersuchungen zur Frage begonnen, ob Samsung in seinen Geschäftsbeziehungen zu Apple unfaire Praktiken angewendet hat oder nicht. “Gegenwärtig sammeln wir noch Fakten”, sagte FTC-Mitarbeiter Lee Seuk Joon dem Wall Street Journal. Das Verfahren sei noch nicht eröffnet. Der FTC-Mitarbeiter lehnte es ab, Details zu nennen. Eine Samsung-Sprecherin sagte, das Unternehmen habe keine Wettbewerbsregeln verletzt.

Offensichtlich hat sich jemand bei Südkoreas Kartellwächtern über Samsung beschwert. Das Verhalten von Hynix – einem Hersteller, der auch eine Lieferung von NAND-Flash-Speichern mit Apple vereinbart hatte –  werde von der FTC nicht untersucht, “weil sich niemand beschwert hat”, sagte Joon.