Deutsche sind bei Technik designverliebt

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In Europa sind die Verbraucher technikbegeistert – würde die IT aus ihrem Leben verschwinden, so wäre das für sie ein spürbarer Verlust an Lebensqualität

In Europa sind die Verbraucher technikbegeistert – würde die IT aus ihrem Leben verschwinden, so wäre das für sie ein spürbarer Verlust an Lebensqualität. Das ist das Ergebnis einer europaweiten Studie von Chipkonzern Intel, für die in Deutschland 1.005 Menschen im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt wurden. Insgesamt haben 6000 Menschen mitgemacht.

55 Prozent der Deutschen stehen demnach neuer Technik sehr positiv gegenüber. Das reicht zwar nicht an die Technikbegeisterung der Italiener heran – dort sind es 83 Prozent – aber es ist mit über der Hälfte ein guter europäischer Mittelwert. Allerdings ist für die Akzeptanz eines entscheidend, und zwar europaweit: Die Bedienfreundlichkeit.

20 Prozent der Deutschen – mehr als in jedem anderen Land – gaben an, dass ein schönes, stylisches Design für sie der stärkste Beweggrund sei, um ein neues Home-Technologie-Produkt zu kaufen. Mit großem Abstand belegen Schweden und die Niederlande den zweiten Platz mit jeweils 9 Prozent.

Von den 14 wichtigsten Technologieprodukten und Innovationen  besitzt die Mehrheit der europäischen Haushalte mindestens sieben. In der Mehrzahl der deutschen Haushalte sind mittlerweile sechs vorhanden: Handy, Computer, Internet-Zugang, DVD-Player, schnurloses Telefon, Satelliten- oder Digitalfernsehen. Nahezu die Hälfte der Befragten in Europa sagen, dass sich ihr Leben dramatisch verändern würde, wenn sie ohne digitale oder Computertechnologie auskommen müssten – am stärksten wäre das Verlustgefühl im Vereinigten Königreich, wo 54 Prozent angeben, dass sich ihr Leben drastisch verändern würde, 20 Prozent der befragten Briten glaubt gar, nicht ohne Technologie überleben zu können!

Zur Bedeutung der IT für die Partnersuche befragt, geben 18 Prozent der Europäer an, dass sie dank SMS und E-Mail mehr Mut haben, den ersten Schritt zu wagen. Auf Frauen trifft dies noch mehr zu als auf Männer. Der Weg über die Technik wird dabei nicht nur als einfacher, sicherer und subtiler empfunden – ein Korb, den man per SMS oder E-Mail bekommt, verletzt den Stolz auch weniger stark und weniger offensichtlich. In Deutschland fühlen sich 19 Prozent der Frauen sicherer als früher, wenn sie den ersten Schritt machen, jedoch nur 11 Prozent der Männer. Bereits 13 Prozent der Deutschen haben Online-Dating-Dienste genutzt. Mit den Italienern – auch 13 Prozent – stehen sie im europäischen Vergleich damit an der Spitze.

Die Briten sind europaweit die begeistertsten Online-Shopper (77 Prozent), dicht gefolgt von den Deutschen (74 Prozent). Deutlichere Unterschiede gibt es aber bei der Spielbegeisterung: Die Franzosen sind hier mit 35 Prozent absolute Spitze, während die Deutschen mit 24 Prozent am wenigsten von PC- und Konsolenspielen halten. Die Geschlechterverteilung bestätigt dabei alle Vorurteile: Es sind die Männer, die mehr als doppelt so viel Zeit mit Spielen (12,2 Stunden) verbringen wie Frauen (5,8 Stunden). Im europäischen Vergleich sind die Spanier die begeistertsten Musik-Downloader (56 Prozent). Die Deutschen liegen mit 40 Prozent, unter dem europäischen Durchschnitt von 46 Prozent.

Die Technologie trägt laut Intel auch dazu bei, dass man öfter mit Freunden und Verwandten kommuniziert, besonders dann, wenn diese im Ausland leben. Zwar ist in Deutschland der Telefonanruf immer noch die am häufigsten genutzte Methode, mit weit entfernt lebenden Freunden in Verbindung zu bleiben (alle 34 Tage), doch E-Mail folgt dicht dahinter auf Platz 2 (alle 44 Tage). Im Vergleich hierzu telefonieren die Franzosen alle 82 Tage mit ihren weit entfernt lebenden Freunden und mailen ihnen alle 47 Tage.

21 Prozent der Europäer gehen online, um sich neue Anregungen für eine berufliche Veränderung zu holen oder eine neue Stelle zu finden, und 18 Prozent erwerben neue Qualifikationen. In Deutschland geben 40 Prozent an, durch das Internet eine neue Fähigkeit erworben zu haben, in den Niederlanden sind es sogar 68 Prozent der Befragten. 

Der Umfrage zufolge hilft das Internet in einem Viertel der britischen Haushalte den Kindern beim Lernen. Dagegen nutzen nur 12 Prozent der Deutschen das Internet, um die Ausbildung ihrer Kinder zu fördern. 41 Prozent der Deutschen haben das Internet aber schon selbst genutzt, um sich über ein bestimmtes Thema zu informieren, 56 Prozent holen sich Nachrichten aus dem Web, und 88 Prozent gehen online, um allgemeine Recherchen zu betreiben. Und schlussendlich verrieten die Deutschen noch, wozu sie die Technik wirklich brauchen: 22 Prozent gaben an, dass die Möglichkeiten digitaler Technik ihnen dabei helfe, abzuschalten, sich zu entspannen und sich vom Stress und den Strapazen des Alltags zu erholen.