Infineon Dresden: Bis zu 470 Mitarbeiter müssen gehen

Management

Der Chiphersteller Infineon kommt nicht aus den Negativ-Schlagzeilen, so wurde jetzt bekannt, dass über Fluktuation und Zeitverträge weitere Arbeitsplätze gefährdet sind.

Der Chiphersteller Infineon kommt nicht aus den Negativ-Schlagzeilen. Erst kürzlich musste Vorstand Andreas von Zitzewitz im Schmiergeldskandal zurücktreten. Jetzt wurde bekannt, dass bis zu 470 der 5500 Arbeitsplätze im Dresdner Infineon-Werk gefährdet sind.

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung unter Berufung auf einen Infineon-Sprecher berichtete, sollen mindestens 60 Arbeitsplätze in Dresden gestrichen werden. Nach betriebsbedingten Kündigungen “sehe es derzeit nicht aus”, sagte der Sprecher. Der Abbau solle über die Fluktuation und über Zeitverträge erfolgen.

Infineon kündigte an, ab Ende September mit dem Betriebsrat über den Stellenabbau zu sprechen. Künftig sollten Logik-Chips in Dresden nur noch nach Bedarf gefertigt werden, hieß es. Die Zahl der Schichten werde von fünf auf vier verringert.

Das Dresdner Infineon-Werk hatte erst in Mai für Schlagzeilen gesorgt. Damals suspendierte das Unternehmen 25 Mitarbeiter, weil sie pornografische E-Mails über das Firmennetzwerk versandt hatten. Im April wurde bekannt, dass 700 Arbeitsverträge in Dresden bis 2007 in Zeitarbeitsverträge umgewandelt werden.