Disney verschlüsselt Oscar nominierte Filme

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Als erstes Filmstudio in Hollywood wird Walt Disney die für den Oscar 2006 nominierten Filme auf einer DVD mit besonderem Kopierschutz an die Juroren herausgeben.

Als erstes Filmstudio in Hollywood wird Walt Disney die für den Oscar 2006 nominierten Filme auf einer DVD mit besonderem Kopierschutz an die Juroren herausgeben. Damit will man verhindern, dass wie in den Jahren zuvor, die Streifen schon vor der Verleihung im Internet zu sehen waren.

Die DVD kann nur mit einem besonderen Gerät abgespielt werden, das die Juroren ebenfalls ausgehändigt bekommen. Die so genannten ‘Screeners’ – Kopien der Filme – lassen sich ausschließlich mit einem Player der Dolby-Laboratories-Abteilung Cinea ansehen. Jeder Player ist mit einem Code versehen und auch die DVD ist so verschlüsselt, dass sie nur in dem vorgesehenen Gerät läuft.

Insgesamt 12.000 Abspielgeräte hat Cinea an die Mitglieder der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die die Oscars vergibt, und an die British Academy of Film and Television Arts ausgegeben. Außerdem werde überlegt, weitere Geräte an die Gewerkschaft der Filmautoren und der Hollywood Foreign Press Association (HFPA) zu verteilen.

Die Oscar-Verleihung, die im kommenden Jahr am 6. März wie üblich im Chinese Theatre stattfindet, ist die wichtigstes Veranstaltung für die Filmemacher und Verleiher. Mit Preisen überschüttete Filme sehen sich die Menschen lieber an und das treibt den Umsatz in die Höhe. In den vergangenen Jahren war immer wieder Raubkopien aufgetaucht, die dann im Internet vor dem offiziellen Start in den Kinos vertrieben wurden.