Bundesnetzagentur senkt Preise für TAL und Line-Sharing

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Durch die Senkung der Preise für den Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung ist vor allem die Deutsche Telekom betroffen.

Die Bundesnetzagentur hat die Preise für den Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL) – die so genannte ‘letzten Meile’ – gesenkt. Davon ist vor allem die Deutsche Telekom betroffen, die über die meisten Telefonanschlüsse verfügt. Die neuen Entgelte sind bis Ende Juni 2007 gültig.

Die Behörde genehmigte zum 1. Juli 2005 neue einmalige Bereitstellungs- und Kündigungsentgelte. Das Bereitstellungsentgelt für die einfache Übernahme einer Kupferdoppelader wurde auf 43,10 Euro gesenkt. Das sei etwa 10 Prozent weniger als bisher, hieß es. Für die Kündigung einer einfachen Kupferdoppelader mit einem gleichzeitigen Wechsel zu einem Wettbewerber beziehungsweise einer Rückkehr zur Deutschen Telekom müssen Telekom-Wettbewerber jetzt 5,80 Euro statt bisher 19,95 Euro zahlen.

Weitere Entscheidungen der Behörde betreffen die Entgelte für den gemeinsamen Zugang zur TAL, das so genannte ‘Line-Sharing’. Beim Line-Sharing wird die TAL in einen niederen und einen höheren Frequenzbereich unterteilt. Der untere Frequenzbereich wird von der Telekom für Sprachübertragung genutzt, der obere Frequenzbereich von einem Wettbewerber für die Datenübertragung.

Für die Gewährung des Zugangs zum hochbitratigen Teil der TAL ist ab dem 1. Juli 2005 ein monatlicher Überlassungspreis von 2,31 Euro zu zahlen. Das seien knapp 5 Prozent weniger als bisher, hieß es. Für eine Übernahme muss ein Telekom-Wettbewerber künftig 51,43 Euro statt bisher 60,82 Euro zahlen.

Die Kündigung wurde beim Line-Sharing – wie bei der TAL – danach differenziert, ob eine gleichzeitige Umschaltung des Endkunden erfolgt oder nicht. Das Entgelt für den Fall der gleichzeitigen Umschaltung liegt jetzt bei 10,48 Euro, der Tarif für die Variante ohne gleichzeitige Umschaltung beträgt 51,22 Euro.