AMD hat ehrgeizige Pläne

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30 Prozent Marktanteil will der Chiphersteller AMD bis zum Jahre 2009 mit Desktop- und Server-CPUs erstritten haben

30 Prozent Marktanteil will der Chiphersteller AMD bis zum Jahre 2009 mit Desktop- und Server-CPUs erstritten haben. Ein nicht ganz unrealistisches aber auch ein äußerst ehrgeiziges Ziel. Advanced Micro Devices beruft sich dabei auf Zahlen von IDC, die noch diesen Monat veröffentlich werden sollen. Demnach bestreitet der Intel-Konkurrent bereits ein Zehntel des Servermarktes.

Das ist immerhin schon eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr. Mercury Research sieht den Marktanteil des Unternehmens im zweiten Quartal bei x86-Servern bei 11,2 Prozent. Ben Williams, Vice President of Commercial Business, will zudem bei den derzeit heiß gehandelten Blade-Servern über die 18-Prozent-Marke hinauskommen.

IDC sagt voraus, dass Blades schon im nächsten Jahr über 20 Prozent des gesamten Servermarktes ausmachen werden. Und dabei sei AMD gut gegen Intel aufgestellt, wie das Marktforschungsunternehmen an einem Beispiel belegt. Ein Anwender hätte mit 400 Opteron-Blade-Server die gleiche Leistung erreicht wie mit 600 Xeon-basierten Blade-Servern.

Aber um wirklich knapp ein Drittel des Marktes zu beherrschen, muss AMD zwangsläufig an Intel vorbei und damit auch andere Hersteller wie Hewlett-Packard gewinnen, die seit einem Jahr konstant den Umsatz von Vier-Wege-Servern auf Basis von x86 steigern konnten. Das will AMD schaffen, wie Williams gegenüber US-Medien erklärte, indem es sich auf bestimmte Märkte konzentriert. Bei Industrien wie Öl, Gas und digitalen Medien seien die Halbleiter von AMD bereits etabliert. Nun will man im herstellenden Gewerbe, der Telekommunikation und im Transportwesen Fuß fassen.