Blu-ray Disc Group lehnt Einigung ab

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HP hatte vorgeschlagen, wesentliche Elemente aus HD-DVD auch für Blu-ray zu übernehmen

Die Blu-ray Disc Group hat sich entschieden, den gütlichen Einigungsversuch von Hewlett-Packard (HP) abzulehnen. Damit gibt es weiterhin zwei Entwicklungswege für die kommenden Standards für DVDs: HD-DVD und Blu-ray. HP hatte vorgeschlagen, wesentliche Elemente aus HD-DVD auch für Blu-ray zu übernehmen.

Damit sind die kombinierten Funktionen ‘Mandatory Managed Copy’ und ‘iHD’ eine Eigenart von HD-DVD allein. Sie lassen legale Kopien von Medieninhalten zu, beziehungsweise ermöglichen den Einbau interaktiver Features.

Die Unternehmen der Blu-ray-Gruppe, zu denen auch HP leitend gehört, haben sich bislang nur für einen späteren Einbau von Mandatory Managed Copy entschieden. Interaktivität soll außen vor bleiben, da die Entwicklungen weiterhin auf dem Java-Pfad bleiben sollen. Und dieser erlaube bestimmte Funktionen nicht, heißt es. Dafür will Microsoft – erklärter Unterstützer von HD-DVD – diese Funktionen in eine eigene Software einbauen, heißt es.

Für die Kunden bedeutet dies, dass es wohl in Zukunft zwei Standards geben wird, mit denen Filme und Medieninhalte produziert und vermarktet werden. Das ist zuletzt aus den späten 80er Jahren bekannt, als mit Beta und VHS zwei vollkommen inkompatible Video-Standards geschaffen wurden. VHS hatte sich im Massenmarkt bald durchgesetzt. Welcher DVD-Standard gewinnt, wird aber letztlich die Filmindustrie entscheiden.