Apache sucht Squaw – Entwicklung zu männerlastig

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Trotz aller Unterschiede haben Entwicklergemeinden sowohl in Open-Source- als auch in proprietären Welten etwas gemeinsam: Ihnen fehlt der feminine Touch.

Trotz aller Unterschiede haben Entwicklergemeinden sowohl in Open-Source- als auch in proprietären Welten etwas gemeinsam: Ihnen fehlt der feminine Touch. Die Apache Software Foundation hat das Problem jetzt erkannt und will ihr Open-Source-Projekt mit mehr Frauen anreichern. Eine neue Mailing-Liste soll das schöne Geschlecht locken.

Warum gerade eine Mailing-Liste? Unter den – überwiegend männlichen Experten – herrscht die Meinung vor, dass es die sexistische und aggressive Sprache in Mailing-Listen ist, die interessierte Frauen oft von der Projektmitarbeit abschreckt. Das Angebot richtet sich aber auch an feinfühlige Männer. “Die Liste ist offen für alle Geschlechter – sowohl für Frauen, die sich mehr mit der Thematik beschäftigen wollen, als auch für andere, die einfach nur eine einladendes Umfeld gestalten wollen”, schreibt Jean Anderson, Mitarbeiter des Apache-Derby-Projekts, in einem Posting.

Tatsächlich kommen immer mehr Open-Source-Projekte auf die Frau. So ermutigt die freie Linux-Distribution Debian bereits seit dem vergangenen Jahr weibliche Entwickler mit einem speziellen Programm zum Mitmachen. Angeboten werden maßgeschneiderte Advisories beispielsweise dazu, wie Debian installiert wird oder wie Berichte über Programmierfehler geschrieben werden. Die Initiative setzt sich außerdem dafür ein, das “sexistische Umfeld abzubauen”, damit sich Frauen bei Debian wohler fühlen.