IM-Wurm passt sich der Sprache des Clients an

EnterpriseSicherheit

Der neue Wurm, der sich via Microsofts Instant Messager verbreitet, versetzt derzeit Forscher in Erstaunen.

Ein neuer Wurm, der sich via Microsofts Instant Messager (IM) verbreitet, versetzt derzeit Forscher in Erstaunen. Kelvir.HI spricht nicht nur englisch, sondern kann dazu noch deutsch, niederländisch, französisch, griechisch, italienisch, portugiesisch, spanisch, schwedisch und türkisch.

Wer früher keine ‘ausländischen’ Nachrichten im Postfach oder bei IM-Nachrichten hatte, plötzlich aber doch, der konnte bislang schnell ausloten, dass es sich wohl um Spam oder einen Wurm handeln musste. Dieser Indikator garantiert seit Kelvir.HI nichts mehr, weil sich der IM-Wurm der jeweiligen Client-Sprache anpasst. Er überprüft die Konfiguration des jeweiligen Windows-PC und setzt dann seine Meldung in der entsprechenden Sprache ab. So etwas ist neu, sagte David Jaros vom Sicherheitslösungs-Hersteller Akonix.

Kelvir, den es inzwischen in 103 Versionen gibt, wie das Unternehmen vorgerechnet hat, befällt nahezu alle gängigen Windows-Systeme, darunter Windows 2000, 95, 98, ME, NT, XP sowie Windows Server 2003.  Er installiert eine Hintertür für seine Weiterverbreitung, sobald der Benutzer dem Weblink für einen Download folgt.

An dem IM-Wurm könne man gut erkennen, dass Virenschreiber immer erfindungsreicher und vor allem globaler agieren würden, so Jaros gegenüber der US-Presse.