Holländisches Start-up verbindet Fahnen mit dem Internet

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Vergessen sie Internet, Intranet oder Extranet – das nächste große Schlachtfeld der Marketing-Strategen heißt ‘Outernet’.

Vergessen sie Internet, Intranet oder Extranet – das nächste große Schlachtfeld der Marketing-Strategen heißt ‘Outernet’. Dabei handelt e sich um spezielle Werbebanner – allerdings keine virtuellen sondern welche zum Anfassen. Nach den Plänen des niederländischen Start-ups Opalio werden solche ‘Reflags’ künftig unter anderem an Flughäfen, vor Supermärkten oder bei Sportveranstaltungen im Wind flattern und über eine Internet-Verbindung Streaming-Medien anzeigen.

Während eines Technologie-Forums in Kalifornien präsentierte Opalio-Gründer Rik Wagter per Video einen Prototypen. Die Fahne besteht aus einem flexiblen, elektrophoretischen Material, das wechselnde digitale Bilder anzeigt, die via IP übermittelt werden. Der Kontakt mit dem Internet wird über den Fahnenmasten hergestellt. Denkbare Anwendungsszenarien sind aktuelle Preisinformationen oder Nachrichten. Elektrophoretische Materialien gelten als geschmeidiger als herkömmliche LCD-Displays.

Die “Mission” von Opalio besteht laut Wagter in der Digitalisierung des weltweiten Fahnen- und Bannermarktes für das so genannte Outernet. Der Begriff umschreibt internetbasierte Outdoor-Werbung. Möglich sei es auch, die Reflags mit Windenergie zu betreiben – der Strom könne aus der Bewegung der Fahnen generiert werden, sagt Wagter. “Wir konkurrieren gegen Outdoor-Werbung wie Reklamewände, aber Reflags sind billiger und lassen sich an mehr Orten aufhängen. Sie füllen eine Marktlücke im digitalen Schildermarkt.”