Web-Satellitenbilder in der Kritik

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Asiatische Regierungen haben sich gegen die Verbreitung von detaillierten Satellitenbildern über das Internet gewehrt.

Asiatische Regierungen haben sich gegen die Verbreitung von detaillierten Satellitenbildern über das Internet gewehrt. Sie befürchten, dass durch den freien Zugang zu solchen Bildern von Regierungseinrichtungen und öffentlichen Gebäuden der weltweite Terrorismus Hilfe bekommt. Anlass der Kritik sind die Bilder von den durch einen Hurrikan verwüsteten Gegenden im Süden der Vereinigten Staaten, die im Internet kursieren und durch Nachrichtenagenturen weiter verbreitet werden.

Namentlich die Regierung von Thailand und die von Süd-Korea warnten vor Sicherheitsbeeinträchtigungen. Sie überlegen, zumindest in ihren Ländern diese Technik zu stoppen. Ferner rufen sie einer Reuters-Meldung zufolge die USA auf, etwas gegen solche Technik zu unternehmen. Schließlich sind die Anbieter, beispielsweise Google, US-Firmen. Die Tatsache, dass die Satellitenbilder von Regierungsgebäuden immer wieder weiterverbreitet werden, macht ihnen Sorge. Sie empfehlen, nur touristische Orte für solche Nachrichten-Bebilderung zu verwenden.

Andere Regierungen in der Region sehen die Sache gelassener. Auch in Indien, so heißt es, wurde anlässlich der Einführung von ‘Google Earth’, dem Satellitenbildprodukt des Suchmaschinenbetreibers, ausführlich und auf höchster Ebene diskutiert. Doch die Technik lasse sich nicht aufhalten. Die Haltung eines Militärs in Sri Lanka ist, dass die Sicherheitsorgane damit leben lernen müssen, dass alles im Web landet – von der Bombenbau-Anleitung bis hin zu Gebäudeplänen. Australische Regierungsbeamte sagten, sie seien sich der Gefahren der Technik bewusst und hätten sich darauf eingestellt.