CeBIT-Ausverkauf: Auch E-Plus und Philips kommen nicht

Management

E-Plus hat seine Teilnahme an der weltgrößten Computermesse CeBIT abgesagt.

E-Plus hat seine Teilnahme an der weltgrößten Computermesse CeBIT abgesagt. Nach Sony, die vor wenigen Wochen eine Teilnahme abgelehnt hatte, ist nun ein weiteres großes Unternehmen nicht in Hannover dabei. Außerdem hat Philips erklärt, auf der Messe nicht vertreten zu sein. Der Elektronikkonzern erneuerte seine Absage, nachdem er in diesem Jahr auch schon keinen Auftritt gehabt hatte.

“Die Innovationen des Konzerns sind keine technischen mehr, sondern Geschäftsmodelle, Partner, Marken”, sagte eine E-Plus- Sprecherin der dpa. Für das Unternehmen mache es deshalb keinen Sinn mehr, auf die CeBIT als Leitmesse für technische Neuheiten zu gehen. Die Entscheidung des Unternehmens sei allerdings kein Signal gegen die Messe.

Diese Gründe könne man in Hannover nicht nachvollziehen, sagte Ernst Raue, Vorstandsmitglied bei der Deutschen Messe AG in Hannover. Neben der Technikrelevanz stünden im zunehmenden Maße Lösungen für die Kunden der Aussteller im Vordergrund. Deshalb bedauert Raue auch die Entscheidung. Er möchte aber den Dialog fortsetzen, um die Kunden zurück zu gewinnen.

Der niederländische Konzern Philips orientiert sich eher in Richtung Berlin und die dort etablierte Internationale Funkausstellung (Ifa). Das Unternehmen hatte bereits dieses Jahr der ifa den Vorzug vor der CeBIT gegeben. “Die klassischen Order-Aktivitäten finden für uns erst im Herbst statt”, sagte Simone Fuchs von Philips Deutschland der Financial Times Deutschland. Deshalb sei die Ifa im Herbst einfach besser geeignet. Ob Philips in der Zukunft wieder nach Hannover reist, darüber sei noch nicht entschieden.