LogicaCMG schluckt Unilog

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Die Aktionäre von LogicaCMG und die Wettbewerbsbehörden müssen der Übernahme und deren Finanzierung noch zustimmen.

Der britische IT-Dienstleister LogicaCMG will den französischen Konkurrenten Unilog übernehmen. Das teilten die beiden Unternehmen mit. Als Kaufpreis sind 73 Euro pro Aktie avisiert, die Gesamtsumme beläuft sich auf rund eine Milliarde Euro.

Die Aktionäre von LogicaCMG und die Wettbewerbsbehörden müssen der Übernahme und deren Finanzierung noch zustimmen. LogicaCMG hat am 13. Oktober 2005 zu einer Hauptversammlung geladen.

Verläuft die Transaktion plangemäß, entstehe ein IT-Dienstleister mit der drittgrößten Börsenkapitalisierung in Europa, hieß es. Das neue Unternehmen verfüge über 27.000 Mitarbeiter, Niederlassungen in 35 Ländern und einen Umsatz von 3,1 Milliarden Euro. In Frankreich sei die neue Firma der viergrößte IT-Dienstleister, in Großbritannien die Nummer zehn und in Deutschland die Nummer vierzehn.

LogicaCMG war im Jahr 2002 durch den Zusammenschluss von Logica und CMG entstanden und ist besonders in Großbritannien und den Niederlanden präsent. Mit der Übernahme von Unilog könne LogicaCMG sein Geschäft in Deutschland verdoppeln, sagte Unternehmenschef Martin Read dem Wall Street Journal.

Derweil kündigten auch die LogicaCMG-Rivalen Atos Origin und Capgemini an, im nächsten Jahr Unternehmen kaufen zu wollen. Da auch bei Siemens Business Services (SBS) Umstrukturierungen ins Haus stehen, rechnen Analysten damit, dass es im europäischen IT-Services-Markt zu einer Konsolidierung kommt.