Java 6 ermöglicht Web-Anwendungen im Client-Look

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Mit der neuen Version der Standard Edition 6, die voraussichtlich im Herbst vollständig verfügbar sein wird, will Sun die Grundsteine für das Web 2.0 legen.

Sun Microsystems hat jetzt das Beta für die Java-Plattform der Standard Edition 6 vorgestellt. Bekannt ist diese neue Version auch unter dem Codenamen ‘Mustang’. Mit der neuen Version, die voraussichtlich im Herbst vollständig verfügbar sein wird, will Sun die Grundsteine für das Web 2.0 legen.

Das Web 2.0 ist so etwas wie die neue Version des Internets, in dem die einzelnen Webseiten nicht mehr nur Informationen vorhalten, sondern selbst zu einer Art interaktiven Rechen-Plattform werden sollen. Java soll dabei natürlich auch einen Beitrag leisten.

Zudem sollen sich Web-Sprachen wie etwa JavaScript oder PHP besser mit Java verstehen. Großen Wert legen die Entwickler bei Sun auch auf Web Services. In der neuen Version soll Java einen vollständigen Client Stack für Web Services  enthalten. Für verbesserte Nutzerverwaltung sorgen Java Authentication und Java Authentication Service, die sich mit LDAP verstehen. Eine neue API erleichtert zudem die Anbindung von Smartcards.

Die Diagnose, Verwaltung und die Überwachung von Anwendungen werde ebenfalls verbessert, teilt Sun mit. Neben einer aktualisierten Java Virtual Machine sorgt eine engere Verzahnung mit Desktop-Funktionen für Java, so zum Beispiel Drag-and-Drop oder auch das Ausdrucken von Texten. Damit trägt auch das Interoperabilitäts-Abkommen zwischen Microsoft und Sun weitere Früchte. Java 6 wird Windows Vista unterstützen und Anwendungen zum Beispiel im Look-and-Feel des neuen Microsoft-Clients ermöglichen.