Websites geschlossen – China geht gegen Piraterie vor

E-GovernmentManagementRegulierung

China hat insgesamt 76 Webseiten geschlossen, die mit ihren Angeboten gegen Urheberrechte verstoßen haben.

China hat sich in der westlichen Welt einen Namen gemacht als Zensurmacht gegenüber politischen Gegnern, auf der anderen Seite gingen den Investoren Milliarden Dollar verloren, weil in dem Markt wenig gegen Piraterie von Software, Filmen und Musik getan wurde. Das soll sich jetzt offenbar ändern. China hat insgesamt 76 Webseiten geschlossen, die mit ihren Angeboten gegen Urheberrechte verstoßen haben.

Die 76 Webseiten seien dabei aber nicht zufällig ausgewählt worden, dem Schließen sei eine viermonatige Untersuchung der Behörden vorausgegangen, lässt Peking laut einem US-Pressebericht wissen. Dabei seien insgesamt 172 Sites untersucht worden, davon 14 auf Anfrage von Firmen aus dem Ausland. China betont die gute Zusammenarbeit mit ausländischen Unternehmen.

Besonders aus den USA kommt dabei Druck. Der Handelsbeauftragte der US-Regierung, Rob Portman, sagte in dem Zusammenhang, dass Chinas Laxheit im Umgang mit Piraterie dem Handel einen schweren Schaden zufüge. Peking hat diese Botschaft verstanden und erwägt nun zwei neue Gesetze, um der Piraterie Einhalt zu gebieten. Offiziellen Angaben zufolge gibt es derzeit 700.000 in China registrierte Websites und etwa 110 Millionen Internetnutzer, was China zu einem der größten Internetmärkte der Welt macht.