Legislative wirft US-Heimatschutz Untätigkeit bei der Cybergefahr vor

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Das ‘House Committee on Science’ hat dem Heimatschutzministerium vorgeworfen, in Sachen Cyersecurity keine Forstschritte zu machen

Das ‘House Committee on Science’, in dessen gesetzlichen Kompetenzbereich in den USA alles fällt, was nicht mit der Landesverteidigung zu tun hat, sprich Wissenschaft, Forschung und Entwicklung, hat dem Heimatschutzministerium vorgeworfen, in Sachen Cyersecurity keine Forstschritte zu machen. Für einen möglichen Angriff auf die wichtigen Schaltzentralen der Vereinigten Staaten, wie beispielsweise auf Kraftwerke, sei das Land viel zu wenig vorbereitet.

“Ich möchte nicht irgendwann hier sitzen und darüber diskutieren, was wir hätten tun können, um einen Angriff aus dem Cyberspace zu parieren”, sagte Sherwood Boehlert, Chairman des Komitees. “Wenn Banken und Stromversorger offline sind, wird Amerika ein saftige Rechnung zu bezahlen haben”, meinte auch das Mitglied Bart Gordan. In den Jahren nach dem 11. September 2001 habe das Heimatschutzministerium gründlich versagt und nichts getan, um die Gefahr aus dem Netz zumindest einzudämmen, warf die Organisation der Behörde unisono vor. Das, was Hurricane Katrina in New Orleans angerichtet habe, solle sich nicht digital im Netz wiederholen, so Boehlert.

Das Komitee fordert eine engere Zusammenarbeit von Regierung und Industrie und überhaupt mehr Aufmerksamkeit für das Problem. Die Mitglieder wollen die Administration künftig bei der Entwicklung einer Cybersecurity-Agenda unterstützen und sie damit zwingen, sich stärker mit der Gefahr auseinander zu setzen. “Wir wissen, dass wir anfällig sind. Es ist Zeit zu Handeln”, so Boehert.

Im April hatte sich die Privatwirtschaft in einem ‘Cyber Incident Detection Data Analysis Center’ (CIDDAC) organisiert und ein eigenes Kontrollnetzwerk geschaffen, das die Infrastruktur von Schlüssel-Unternehmen in den USA überwachen soll. CIDDAC sei aus Frust und Enttäuschung entstanden, weil sowohl das Heimatschutzministerium als auch das FBI nicht genügend tun, hieß es seinerzeit.