Telekom dementiert Gelüste an einer Übernahme von O2

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Aus börsenrechtlichen Gründen darf die Telekom nach dem gescheiterten Versuch ein halbes Jahr keine neue Übernahme starten.

Die Telekom dementiert, den Mobilfunkanbieter O2 übernehmen zu wollen. “Wir haben kein Interesse”, erklärte Karl-Gerhard Eick, Finanzvorstand der Deutschen Telekom vor Journalisten. “Das Thema ist für uns abgeschlossen”, so Eick weiter.

Zusammen mit dem niederländischen Anbieter KPN hatte die Telekom noch im August Übernahmegespräche geführt. Diese sind aber ergebnislos verlaufen und inzwischen abgebrochen worden. Dennoch kursieren weiterhin Gerüchte, das Unternehmen habe nach wie vor Interesse an O2. Knapp 27 Milliarden Euro sei der deutsche Konzern bereit zu zahlen, meldeten britische Medien.

Aus börsenrechtlichen Gründen darf die Telekom nach dem gescheiterten Versuch ein halbes Jahr keine neue Übernahme starten. Diese Frist kann unter bestimmten Bedingungen verkürzt werden. Solche Gründe liegen aber derzeit nicht vor, daher muss Eick dementieren. Immerhin würde die Übernahme für die Telekom Sinn machen, denn O2 kann sich vor allem auf dem schwierigen britischen Markt gut behaupten. Die deutsche O2-Tochter müsste die Telekom aber aus kartellrechtlichen Gründen verkaufen.