Sicherheit der US-Luftfahrt löchrig

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Ein Kontrollausschuss der US-Kongresses hat schwere Vorwürfe gegen die Luftfahrtverwaltung der USA erhoben.

Ein Kontrollausschuss der US-Kongresses hat schwere Vorwürfe gegen die Luftfahrtverwaltung der USA erhoben. Die Behörde habe bei der Verwaltung ihrer Netzwerke, Software-Updates und Zugangskontrollen geschlampt, heißt es in einem Untersuchungsbericht des ‘Government Accountability Office’ (GAO). Diese Schwachstellen würden die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit des Systems bedrohen.

Auch seien weder sicherheitsrelevante Ereignisse regelmäßig aufgezeichnet, noch physische Sicherheitskontrollen, Hintergrund-Recherchen, Systemänderungen  sowie Funktionstrennung ordnungsgemäß durchgeführt worden. Dadurch habe sich das Risiko erhöht, dass Unbefugte in die Luftfahrtkontrolle der ‘Federal Aviation Administration’ (FAA) einbrechen und möglicherweise die Abläufe des Flugwesens stören.

Die aufgedeckten Probleme seien jedoch nicht zwingend ein Hinweis auf den Sicherheitszustand des Kontrollsystems für die Luftfahrt, sagte FAA-CIO Daniel Mehan bei der Präsentation des Berichts. Das FAA habe die Schwachstellen zwar bestätigt, hieß es von der GAO. Die Möglichkeiten für unautorisierte Zugriffe seien nach Meinung der Luftfahrtverwaltung aber beschränkt, da Teile des Systems speziell angefertigt seien und über geschützte Benutzeroberflächen verfügen.

“Nichtsdestotrotz können die geheimen Features das System weder vor Angriffen von verärgerten Mitarbeitern schützen, die mit dem System vertraut sind, noch vor raffinierten Hacker-Attacken”, so GAO-Director Gregory Wilshusen. So lange die Luftfahrtverwaltung die jetzt aufgezeigten Probleme nicht gelöst habe, würden die Sicherheitslücken weiter bestehen.