Google und Yahoo machen sich auf dem Handy breit

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Google und Yahoo unternehmen neue Anstrengungen, um ihre Internet-Angebote auf mobilen Geräten verfügbar zu machen.

Google und Yahoo unternehmen neue Anstrengungen, um ihre Internet-Angebote auf mobilen Geräten verfügbar zu machen. Wie das Wall Street Journal vorab meldete, will Google Software für einen Zugriff auf die Dienste ‘Google Local’ und ‘Google Maps’ zum Download anbieten. Google Local ermöglicht ein lokale Suche im Stil der Gelben Seiten, Google Maps liefert zoombare Satellitenbilder.

Die Software laufe auf Java-fähigen mobilen Geräten, sagte Deep Nishar, Director of Product Management bei Google Mobile. Derzeit werden etwa 100 Modelle unterstützt. Die Tools sind kostenlos, es fallen jedoch Verbindungskosten zum Mobilfunkbetreiber an.

Yahoo lässt derweil bei Nokia ein spezielles Handy fertigen, das den mobilen Zugriff auf die Yahoo-Angebote erleichtern soll. Das Telefon kommt nach der aktuellen Planung Anfang 2006 in den USA auf den Markt, es wird von Yahoo zusammen mit dem Mobilfunkbetreiber SBC Communications vermarktet.

Das Gerät richtet sich an die Besitzer eines Yahoo-Accounts und soll es unter anderem ermöglichen, Musik aus dem Netz zu laden oder Fotos online zu stellen. So wird das Handy einen MP3-Player und eine 1,3-Megapixel-Kamera enthalten. Zudem soll eine mobile Memory Card eingebaut werden.

Marktforscher prognostizierten unterdessen eine wachsende Konvergenz von Mobilfunk und Internet. Etwa 56 Prozent der Anwender neuer und technisch fortgeschrittener mobiler Geräte haben diese in diesem Jahr wenigstens einmal im Monat genutzt, um online zu gehen, heißt es in einer gemeinsamen Studie der Unternehmensberatung A.T.Kearney und der Judge Business School der Cambrigde University. Im Jahr 2004 taten das nur 35 Prozent. Die Studie wurde im Jahr 2000 das erste Mal durchgeführt, befragt wurden etwa 4000 Anwender in 21 Ländern.