Office 12 unterstützt PDF

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Auf massives Drängen der Anwender wird Microsoft die neue Version seiner Büro-Software, Office 12, mit PDF-Unterstützung auf den Markt bringen.

Auf massives Drängen der Anwender wird Microsoft die neue Version seiner Büro-Software, Office 12, mit PDF-Unterstützung auf den Markt bringen. Das kündigte Steven Sinofsky, Senior Vice President für Office, während des MVP Global Summit in Redmond an. Dokumente, die in Word, Excel, PowerPoint Access oder auch InfoPath, Visio, Publisher und OneNote erstellt wurden, können so direkt in PDF-Dateien konvertiert werden.

Die Umwandlung geschieht innerhalb der Office-Applikation über den Befehl ‘Speichern als’. “Anstatt ein Dokument zu drucken und zu faxen oder per Post zu verschicken, können es die Anwender nun als PDF speichern und elektronisch zur Einsicht verschicken”, so Sinofsky.

Microsoft kommt mit seiner PDF-Unterstützung reichlich spät – Corels WordPerfect Office, Suns StarOffice oder auch OpenOffice.org bieten bereits allesamt Möglichkeiten zu PDF-Publikation. Letztendlich ist wohl der Druck der Anwender zu groß geworden. “Die Nachfrage der Nutzer nach PDF ist sehr stark gestiegen”, sagte Microsofts Marketing-Managerin Betsy Frost. “Zuletzt haben pro Monat 120.000 Office-Nutzer ein solches Feature nachgefragt.”

Adobe und Microsoft arbeiten seit Jahren als Partner zusammen, in jüngster Vergangenheit haben aber Revierkämpfe für zunehmenden Streit gesorgt. So hat Redmond im April ein neues Dokumentenformat vorgestellt, das sich direkt gegen die Bemühungen von Adobe richten soll, an der Spitze der Dokumentenverarbeiter zu bleiben. Microsoft nennt das Software-Projekt ‘Metro’ und hat offenbar vor, damit die ‘PostSkript’-Technik von Adobe aus der Bahn zu werfen.