Christliche Blogger nageln ihre Thesen ans Web

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Was würde Jesus in seinem Blog schreiben? Diese und andere drängende Fragen haben 135 evangelische Blogger am Wochenende in den USA auf der Konferenz ‘GodBlogCon 2005’ diskutiert.

Was würde Jesus in seinem Blog schreiben? Diese und andere drängende Fragen haben 135 evangelische Blogger am Wochenende in den USA auf der Konferenz ‘GodBlogCon 2005‘ diskutiert. In Vorträgen und Workshops ging es unter anderem um das Verhältnis der christlichen Blogger zur traditionellen Kirche, die Wahrnehmung der ‘God Blogger’ durch Nichtchristen und den Einfluss der Blogger auf die Politik.

Und der scheint immens zu sein, und keinen Anlass für anbiedernde Bescheidenheit zu liefern. Joe Carter, Betreiber von evangelicaloutpost.com, setzte sich schon mal mit Martin Luther gleich. Bloggen sei “wie 95 Thesen anzuschlagen”, sagte er nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AP. Ganz unabhängig davon, ob der Blogger Luther in irgendeiner Hinsicht das Wasser reichen kann – ob Luther jemals Thesen an eine Tür genagelt hat, ist umstritten.

Ganz in der lutherischen Tradition stand wohl auch der Workshop ‘Wenn Nichtchristen dein Blog lesen’. Timothy Muehlhoff, Professor an der Biola University, gab Tipps, wie über den Glauben geschrieben werden kann, ohne Nichtchristen zu verschrecken. Falsches Bloggen könne zu einem Schiffbruch führen, warnte Muehlhoff. Es könne Stereotypen bestätigen, nach der manche evangelische Christen als ängstlich und “Pitbulls der Kulturkriege” gelten.