Deutsche Firmen vernachlässigen ihre Funknetze

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In jedem zweiten Unternehmen in Deutschland werden sensible Daten von einem Rechner zum anderen gefunkt – die Sicherheit wird dabei oft vernachlässigt.

In jedem zweiten Unternehmen in Deutschland werden sensible Daten von einem Rechner zum anderen gefunkt – die Sicherheit wird dabei jedoch oft sträflich vernachlässigt. Wie es in einer aktuelle Studie heißt, will nur etwa jedes fünfte Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten gezielt die Sicherheit seiner drahtlosen Netzwerke erhöhen. Der Handlungsbedarf sei jedoch wesentlich höher.

Jedes zweite Unternehmen setzt inzwischen Funknetzwerke ein, weitere 11 Prozent planen ein entsprechendes Projekt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik mahnt jedoch zur Vorsicht. “Prinzipiell besteht die Möglichkeit, dass Angreifer die Signale auffangen und abhören, sich unerlaubten Zugang zum WLAN verschaffen oder die Kommunikation stören. Zur Gewährleistung der Sicherheit ist der Einsatz effizienter Mechanismen zur Authentifizierung, Verschlüsselung und Integritätssicherung der Daten auf der Funkstrecke und darüber hinaus unverzichtbar.”

72 Prozent verschlüsselt den Funkverkehr zwar mit dem Standardalgorithmus WEP (Wired Equivalent Privacy), allerdings wurde WEP bereits 2001 geknackt. In den vergangenen zwölf Monaten war jeder dritte Angriff auf deutsche Unternehmen erfolgreich – 35 Prozent der Firmen entstand dadurch ein Schaden von bis zu 10.000 Euro, heißt es in der Studie ‘IT-Security 2005’. Gleichzeitig stiegen die Ausfallzeiten der IT, denn nur nach jedem fünften Angriff konnte weitergearbeitet werden.