Postbank und Sparkassen etablieren neues Bezahlverfahren

Management

Das System ‘giropay’ soll eine einfache, schnelle und sichere Bezahlung von Waren und Dienstleistungen im Internet möglich machen.

Die Postbank, die Sparkassen-Finanzgruppe sowie die IT-Dienstleister der Volksbanken und Raiffeisenbanken, Fiducia IT und GAD, haben mit ‘giropay’ ein gemeinsames Bezahlverfahren für den Handel im Internet entwickelt. Das System soll eine einfache, schnelle und sichere Bezahlung von Waren und Dienstleistungen im Internet möglich machen.

Zur Vorstellung des Verfahrens präsentierten die Initiatoren mit Paypal auch den ersten strategischen Partner. Die Ebay-Tochter wird giropay von Beginn an unterstützen. Das neue Verfahren wird voraussichtlich ab dem 23. Februar 2006 über Paypal in vollem Umfang zur Verfügung stehen. An das offene System sollen sich in Zukunft auch weitere Banken und Dienstleister anschließen können.

Für Verbraucher ist der Dienst kostenlos. Eine zusätzliche Software ist nicht notwendig. Einzige Voraussetzung für Käufer, um giropay zu nutzen, ist ein für das Online-Banking freigeschaltetes Konto bei einem der teilnehmenden Kreditinstitute. Sofern die Hausbank Entgelte für Online-Überweisungen erhebt, gelten diese auch für Transaktionen mit giropay.

Um einen Kaufvorgang über giropay abzuschließen, wird ein Käufer aus einem Internet-Shop über eine 128-Bit-SSL-Verbindung zu seiner Hausbank geleitet. Nach Eingabe von Kontonummer oder Legitimations-ID sowie der im Online-Banking verwendeten PIN übernimmt das System automatisch alle Details des Kaufs in eine Überweisungsmaske. Der Kunde muss die Bezahlung nur mit einer TAN bestätigen. Für Verkäufer wird eine Zahlungsgarantie gewährleistet.

Die Gründer des Dienstes wollen sich einen größeren Anteil im Markt der elektronischen Geschäftsabwicklung sichern. Bis Ende 2008 soll er von 22 Milliarden Euro im Jahr 2004 auf knapp 80 Milliarden Euro steigen.