IT-Manager zwischen Schwiegermutter und Blackberry

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Zwei Drittel der IT-Manager schaffen es auch an den Weihnachtsfeiertagen nicht, so richtig abzuschalten.

Zwei Drittel der IT-Manager schaffen es auch an den Weihnachtsfeiertagen nicht, so richtig abzuschalten. Stattdessen kehren sie Punsch, Plätzchen oder gar dem Festtagsessen zwischendurch den Rücken, checken ihre E-Mails via Blackberry und behalten so die IT ihrer Firma im Auge. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage unter IT-Managern des Branchendienstes silicon.com.

Demnach sind die Weihnachtsfeiertage für manchen Administrator die einzige Zeit, in der Wartungsarbeiten und Upgrades durchgeführt werden können. “In einem Unternehmen, in dem sechs Tage die Woche gearbeitet wird, ist das die einzige Möglichkeit, die wir haben, wenn wir nicht die Firma abschließen wollen”, sagte Les Boggia, IT-Chef bei Carole Nash Insurance.

Andere CIOs müssen an den Feiertagen arbeiten, gerade weil die Anwender über Weihnachten das System nutzen wollen. “Wir sind eine multikulturelle Institution und eine Reihe von Studenten möchte am Weihnachtstag auf unsere Lernumgebung zugreifen. Wir haben an diesem Tag durchschnittlich 500 Logins”, sagte der CIO der Sheffield Hallam University, John Hemingway.

Andere IT-Manager geben offen zu, dass sie weniger das Pflichtgefühl als die eigenen Sucht an das Blackberry treibt. Zum Beispiel der IT-Chef des Dorchester Hotels, Luke Mellors. “Ich gebe zu, ich bin Blackberry-süchtig. Ich sage meinen Angestellten immer, Feierabend ist Feierabend, aber selber halte ich mich nie an meine eigenen Regeln.”

Nicht selten ist die Sorge um die IT auch eine willkommene Fluchtmöglichkeit vor der Schwiegermutter, übersüßem Stollen und stickiger Kerzenluft. “Es gibt mir eine Pause während der Festlichkeiten, und von der Pflicht vorzutäuschen, mich darüber zu freuen, verschiedene Familienmitglieder zu sehen, die alle Jahre wieder ausschließlich am 25. Dezember aus dem Gebüsch springen”, so Rob Neil vom Ashford Borough Council. Andere Kollege können das zwar nachfühlen, lassen aber dennoch an Weihachten die Finger von ihrem Blackberry. Die Gattin – so sind sie überzeugt – würde das gute Stück ansonsten auf direktem Wege ins weihnachtliche Kaminfeuer befördern.