Queen schlägt Apples Chef-Designer zum Ritter

Management

Nun hat sich jetzt zu den Rittern aus Schauspielerei, Showbusiness und Wirtschaft auch ein Computer-Schöngeist gesellt.

In unregelmäßigen Abständen erhebt die britische Queen verdiente Männer in den Ritterstand – deren Verdienste haben in der Regel jedoch wenig mit denen der berühmten Recken von Artus Tafelrunde zu tun. Und so hat sich jetzt zu den Rittern aus Schauspielerei, Showbusiness und Wirtschaft ein Computer-Schöngeist gesellt. Apples Chef-Designer Jonathan Ive wurde kurz vor dem Jahreswechsel von Queen Elizabeth zum Ritter geschlagen.

Der 38-jährige Londoner ist seit 1992 Apples Senior Vice President of Design und ist sowohl für das Industriedesign aller neuen iMacs, iBooks und PowerBooks als auch für die Optik des iPods verantwortlich. Mit dem Rechner G4 Cube sicherte sich Ive unter anderem einen Platz im New Yorker Museum of Modern Art. Auch für seine anderen Werke wurde der Designer immer wieder mit Preisen ausgezeichnet.

Seit Freitag darf er sich nun ‘Commander of the Most Excellent Order of the British Empire’ nennen. Dabei wird gleich ein weiterer Unterschied zur sagenumwobenen Tafelrunde deutlich – denn selbst König Artus war dort nur ‘Primus inter Pares’, also Erster unter Gleichen. Die britische Queen zeichnet ritterliche Tugenden hingegen mit fünf verschiedene Titeln aus. Der von Jonathan Ive ist der dritthöchste – allerdings darf sich nur offiziell ‘Ritter’ nennen, wer es in die Kategorien vier und fünf schafft. Dort – also einen Rang höher als der Apple-Manager – tummelt sich neben Steven Spielberg und George Bush Senior auch Microsoft-Gründer Bill Gates.