IT erlaubt Maßschuhe zum Selbermachen

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Das Aus für zu klein, zu groß, zu weit, zu eng, zu hart, zu viele Nähte, zu schlabberig – die Liste für Kriterien schlecht sitzender Schuhe lässt sich fortsetzen.

Zu klein, zu groß, zu weit, zu eng, zu hart, zu viele Nähte, zu schlabberig – die Liste für Kriterien schlecht sitzender Schuhe lässt sich fortsetzen. Damit das nicht mehr passiert, haben jetzt Forscher den Schuh zum Ausdrucken entwickelt, der wie angegossen passt.

Wie sich denken lässt, ist der Maßanzug für die Füße nicht für die Masse gedacht: Professionelle Fußballspieler und Läufer sollen als erste Schuhe tragen, die nach ihren individuellen dreidimensionalen Fußformen genäht und geklebt worden sind. Jeder Schuh einzeln soll zuerst aus dem Drucker kommen und dann vom Band laufen. Ein Gerät scannt den Fuß und erstellt ein dreidimensionales Bild. Dann bekommt der Athlet sensorenbestückte Masse an den Fuß und führt für seine Sportart typische, aber auch alltägliche Bewegungen aus. Nach diesem Druckmuster wird dann die Sohle und ihre Anbindung an das Obermaterial erstellt. So sollen Verletzungen vermieden werden – das Gold muss er sich aber immer noch selbst verdienen.

Die Firma Prior 2 Lever verspricht sich guten Umsatz – auch wenn alle Füße aller aktuell erfolgreichen Athleten vermessen und ihre Passformen ausgedruckt sind, geht das Geschäft weiter. Schließlich wird kein sich selbst achtender Sportprofi für die Olympiade in Peking dieselben ausgelatschten Gurken anziehen wie zur Olympiade in Athen. Und falls die Schuhe wirklich gut sein sollten, können sie ja immer noch in die Sportartikelgeschäfte kommen. Und dann bekommt jedermann den Schuh zum Ausdrucken.