China sagt Nein zu Open Source Middleware

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Vor allem im Bereich der Geschäftsanwendungen könnte Open Source Software im Wachstumsmarkt China einen zähen Start haben

Vor allem im Bereich der Geschäftsanwendungen könnte Open Source Software im Wachstumsmarkt China einen zähen Start haben. Diese Ansicht vertrat der chinesische IT-Berater und Marktkenner Huang Yong von der Firma CCID Consulting gegenüber der Presse.

Er sagte, dass das Misstrauen der Anwender gegenüber Anwendungen auf Open-Source-Basis immer noch groß sei. Speziell der Durchbruch im Fach Middleware ist ihm zufolge in nächster Zeit nicht zu erwarten. Da er aber im Gegenzug damit rechnet, dass China der entscheidende IT-Markt der Zukunft wird, fordert er von den IT-Firmen mehr Aufmerksamkeit für die Trends in China. Sofern nämlich einige Verbesserungen in Form von Innovation, stabiler Wirtschaftspolitik, fördernden Maßnahmen des Staates für bestimmte Segmente und ähnliches anschlagen, rechnet er mit einer Spitzenposition für IT-China in fünf bis zehn Jahren.

Er sieht große Akzeptanz für Linux, nicht zuletzt durch die Verbreitung eigener Lösungen, die gemeinhin unter dem Sammelbegriff ‘Asianux’ zusammengefasst werden. Jedoch sei dies eher im privaten Bereich und bei kleineren Umgebungen als im nationalen Maßstab der Fall. Bei der Arbeit an Linux-basierten Lösungen und im produktiven Bereich der Unternehmen sei die Situation in China kaum mit der in Europa oder den USA vergleichbar. Daran trügen die Anbieter eine  Mitverantwortung, da sie die Werbung für Open-Source-Server vernachlässigen würden. Hier sieht er noch viel Handlungsbedarf – bei allem Lob, das er für die Ansiedlung westlicher IT-Konzerne in seinem Land hat.