Denic verheißt eine Nummer für alle Dienste

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Der neue Service tElephone NUMber mapping, kurz ENUM, steht Rufnummerninhabern in Deutschland jetzt in vollem Umfang zur Verfügung.

Der neue Service ENUM (tElephone NUMber mapping) steht Rufnummerninhabern in Deutschland jetzt in vollem Umfang zur Verfügung. Das teilte der Registrar Denic mit. ENUM-Registrierungen könnten bei vielen Denic-Mitgliedern in Auftrag gegeben werden, hieß es.

ENUM ist eine Technik, die eine Brücke zwischen Telefonie und Internet schlägt. Der Dienst liefert eine einzige Nummer, über die dann Festnetz- und Mobilanschlüsse, Faxgeräte, E-Mail-Adressen und Webseiten erreichbar sind. Daneben findet ENUM auch bei der Kopplung von Voice-over-IP-Netzen Anwendung.

Technisch realisiert wird ENUM, indem zu einer Rufnummer eine korrespondierende Domain gebildet und registriert wird. So wird beispielsweise der Rufnummer +49 69 27 2350 die Domain 0.5.3.2.7.2.9.6.9.4.e164.arpa zugeordnet. Unterhalb der Domain können dann Einträge mit den Kommunikationskanälen des Domaininhabers vorgenommen und über das Internet abgefragt werden.

Statt sich mit vielen Rufnummern und Adressen auseinandersetzen zu müssen, genüge es jetzt, eine einzige Nummer in das Adressverzeichnis einzutragen, teilte die Denic mit. Die Zuordnungen zu den Ausgabegeräten übernähmen die Einträge im ENUM-Nameserver, den der Internet Service Provider (ISP) zur Verfügung stelle.

Durch die Verknüpfung von Telefonnummern und Internet-Ressourcen ergäben sich neue Dienste, hieß es. Ein Basisdienst sei das Auffinden eines telephoniefähigen Internet-Endgerätes von einem herkömmlichen Telefon aus. Optional liefere ENUM auch Hinweise auf zusätzliche Kommunikationskanäle. Sollte ein telephoniefähiges Internet-Endgerät nicht erreichbar sein, könne aus der Liste weiterer Anwendungen eine Alternative ausgewählt werden.

Häufig werde ENUM auch genutzt, um Verbindungen zwischen Voice-over-IP-Endgeräten herzustellen, die in unterschiedlichen Providernetzen liegen. So werde verhindert, dass bei Internet-Telefonaten über Netzgrenzen hinweg der Umweg über das herkömmliche Telefonnetz gewählt werden müsse – was den Kostenvorteil der Internettelefonie wieder zunichte machen würde.