Google und Napster gehen auf Schmusekurs

Management

Der Internetkonzern Google ist offenbar stark an dem Online-Musikdienst Napster, der Musik legal zum Herunterladen gegen Gebühr anbietet, interessiert.

Der Internetkonzern Google ist offenbar stark an dem Online-Musikdienst Napster interessiert. Die New York Post berichtet über eine umfassende Zusammenarbeit. Geplant sei eine “weitreichende Allianz” mit Napster, die auch den Verkauf beinhalten könnte. Die Zeitung beruft sich dabei auf nicht namentlich genannte Quellen aus der Musikbranche. Weder von Google noch von Napster gibt es bislang eine Stellungnahme zu den Spekulationen.

Wie es in dem Zeitungsbericht weiter heißt, will Google in die digitale Musikwelt vorstoßen und sich dafür mit Napster zusammentun, anstatt ein eigenes Online-Musikgeschäft aufzubauen. Die Tauschbörse – 1999 von Studenten gegründet – stand einst als Synonym für Musikpiraterie im Internet. Inzwischen ist Napster eines von weltweit mehreren Unternehmen, die Musik legal zum Herunterladen gegen Gebühr anbieten.

Noch Mitte Januar hatte Napster Spekulationen über ein Ende des Dienstes dementiert. Es gebe weder Pläne für anstehende Massenentlassungen noch erwäge man irgendwelche Ausstiegsszenarien, empörte sich damals Napster-CEO Chris Corog. Schlechte Quartalszahlen und Apples zunehmende Dominanz im Markt hatten den Nährboden für die Gerüchte gebildet. Fest steht, dass die jetzigen Spekulationen über eine Kooperation mit Google der Napster-Aktie gehörigen Auftrieb gegeben haben. Das Papier reagiert vorbörslich mit einem Kurssprung von fast 40 Prozent.