ver.di plant Streiks zum CeBIT-Auftakt

Management

Mit Empörung hat CeBIT-Vorstandsmitglied Ernst Raue auf die geplante Streikkundgebung der Gewerkschaft ver.di zur Messeeröffnung reagiert.

Er finde diese Entwicklung auf Kosten der CeBIT-Besucher “furchtbar”. Die CeBIT sei für Hannover ein großer Wirtschaftsfaktor und Jobmotor, sagte Raue. Zur Leitmesse der ITK-Branche reise die ganze Welt an. “Dann geht ver.di dahin und konterkariert das”, kritisierte Raue. “Ich finde das verrückt.” Gleichzeitig versicherte der Messe-Manager, dass es für alles Notfallpläne gebe. Er sei sicher, dass die CeBIT nicht beeinträchtigt werde.

Die Gewerkschaft ver.di plant nach eigenen Angaben am kommenden Donnerstag eine Streikkundgebung mit 10.000 Teilnehmern auf dem hannoverschen Opernplatz, bei der der Gewerkschaftsvorsitzende Frank Bsirske sprechen will. Der öffentliche Nahverkehr in Hannover werde nicht in den Arbeitskampf einbezogen, sagte ein ver.di-Sprecher der Nachrichtenagentur AP.

Das Messegelände, auf dem ebenfalls am kommenden Donnerstag die CeBIT ihre Tore öffnet, ist rund zehn Kilometer vom Opernplatz entfernt. Mögliche Streikfolgen bei Transport und Gepäckabfertigung wollen Flughafen und Messe-Gesellschaft durch private Firmen ausgleichen.

ver.di-Landeschef Wolfgang Denia hatte im Zusammenhang mit Aktionen während der CeBIT von “wunderbaren Bildern einer kampffähigen Gewerkschaft” gesprochen, die über Deutschlands Grenzen hinaus sichtbar sein sollten.