Cisco verwurzelt SIP in der PBX-Software

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Cisco will das Session Initiation Protocol, ein standardisiertes Signalprotokoll für IP-basierte Telephonie, in die Grundlagensoftware ‘CallManager 5.0’ einbauen. Damit geht ein Politikwechsel einher.

Schließlich hatte Cisco als einer der größten Netzwerkausrüster bislang vermieden, SIP irgendwo tatsächlich zu integrieren. Der Konzern wirkte daneben innerhalb der einschlägigen Gremien selbstverständlich an den Standardisierungsfragen mit. Der Konzern hat jetzt aber, US-Presseberichten zufolge, auf der Konferenz VoiceCon 2006 in den USA erstmals diesen Vorbehalt aufgegeben und die Unterstützung in dem genannten Produkt in Aussicht gestellt.

SIP gilt in Fachkreisen als sehr einfach zu integrierender Standard. Doch weil die Informationen bei einer Punkt-zu-Punkt-Telephonie unabhängig von der Technik in Klarinformation übertragen werden, gilt SIP auch als unsicher. Deshalb wurde SIPS als Variante von SIP entwickelt, die die Verbindung zwischen Telefon und Proxy kryptografisch verschlüsselt und nicht abgehört werden kann. Bislang ist SIPS allerdings nur bei den Server- und Proxy-Herstellern angekommen, nicht im Telephoniebereich. SIP ist aber heute weit verbreitet für die Übertragung von Multimediainhalten und Voice-over-IP-Funktionen (VoIP); außerdem für die Integration neuer Geräte und dadurch für ein einfacheres Ausrollen eines VoIP-Netzes.

Ciscos IP PBX-Software (Private Branch Exchange) erlaubt daher das Angebot von noch mehr Features und Funktionen für die Kunden, sagt Cisco-Manager Barry O’Sullivan laut einem Bericht. SIP soll sich demnach in die Funktionsvielfalt einreihen, die den Kunden nicht nur Kostenfragen beantwortet, sondern auch klar zu mehr Produktivität beiträgt. Der CallManager 5.0 soll Geräte wie RIMs Blackberry oder Nokias neue Dual-Mode-Handys unterstützen, aber auch mit jedem anderen Soft Phone (IP-basiertes Telephon) funktionieren.