T-Systems und Intel bauen RFID-Plattform auf

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T-Systems und Intel machen bei RFID gemeinsame Sache. Auch SAP ist alles andere als abgeneigt, mit der Funktechnik Umsatz zu generieren.

T-Systems will eine Plattform aufbauen, über die Unternehmen in Zukunft sämtliche RFID-Services nach Bedarf mieten können. Die so genannte Real Time Enterprise Services (RES) Plattform soll Unternehmen Echtzeitinformationen zur Verfügung stellen, nachdem die Waren berührungslos erfasst wurden. Sie bündelt die von RFID-Lesern erfassten Daten aus Fertigung, Transport, Einkauf und Vertrieb, filtert diese Daten und leitet sie an Unternehmensanwendungen weiter, berichtet die dpa.

Die Telekom-Geschäftskundensparte und Chiphersteller Intel sind nicht die einzigen, die sich von dem Aufwärtstrend der Funktechnik neue Absatzmärkte erhoffen. SAP hat sich ebenfalls zu einem Statement hinreißen lassen. “Wir erhoffen uns durchaus auch Zusatzumsatz und Wachstumsimpulse durch RFID”, zitiert die Frankfurter Allgemeine Zeitung das Vorstandsmitglied Claus Heinrich. Der Walldorfer Konzern habe früh die mögliche Bedeutung der Funketiketten-Technik erkannt und sich bereits im Jahr 1998 im Research mit RFID befasst, so Heinrich weiter.

Allerdings lasse sich der Beitrag von RFID zum Geschäft von SAP nach Ansicht Heinrichs nicht aufschlüsseln. “Die Kaufentscheidungen der Kunden lassen sich letztlich nicht auf einen einzelnen Aspekt unserer Produkte zurückführen”. Er gab aber zu, dass aufgrund der Komplexität von RFID “einer alleine nicht mehr alles anbieten kann”. Andererseits sei aber der Kunde an einer Komplettlösung interessiert und wolle sich seine Lösung nicht in Teilen zusammenkaufen und mühsam integrieren: “Wir verstehen uns als strategischer Partner unserer Kunden und bieten daher die kompletten Lösungen an”.