OECD warnt vor WiMAX-Euphorie

E-GovernmentManagementRegulierung

Die OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development) hat in einem Report auf ungeklärte Probleme des WiMAX-Einsatzes hingewiesen.

Trotz aller Begeisterung für WiMAX (Worldwide Interoperability for Microwave Access) sei fraglich, welche Rolle die Technik letztlich spielen werde, heißt es in dem Dokument mit dem Titel ‘The implications of WiMAX for competition and regulation’.

So könnten Probleme in der Frequenzvergabe den WiMAX-Einsatz behindern. WiMAX könne nicht in allen Ländern auf den gleichen Frequenzbereich zugreifen. In einigen Staaten seien Teile der von WiMAX-Anwendungen normalerweise beanspruchten Frequenzen für andere Zwecke reserviert. Manche Länder überlegten auch, die WiMAX-Frequenzen zu versteigern.

Probleme könne es auch in Sachen Sicherheit geben. Zudem müsse gewährleistet sein, dass WiMAX-Anbieter dem eigenen Datenverkehr keinen Vorrang vor dem Datenverkehr der Konkurrenz einräumten. Aufgrund der ungeklärten Fragen könnten die Telekommunikationsanbieter weniger auf WiMAX, sondern vielmehr auf die Technik HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) setzen, um ihre Netzwerke zu modernisieren, hieß es.

Dennoch könne WiMAX im Markt der mobilen Breitbandlösungen eine Nische finden – etwa zur Versorgung dünnbesiedelter Gebiete, in denen sich das Verlegen von Kupfer- oder Glasfaserkabeln nicht lohne. WiMAX könne zudem WiFi-Netze verbinden. Ein genereller Ersatz von WiFi durch WiMAX sei unwahrscheinlich, da WiFi auf kurzen Strecken gut funktioniere.