GPS-Features sind der Renner auf US-Handys

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Mobilfunkunternehmen in den USA konzentrieren sich verstärkt auf Features für Handys, die mit dem Navigationssystem GPS ausgerüstet sind.

Mobiltelefone mit integriertem Global Positioning System repräsentieren die nächste Generation so genannter ‘Local Finding Services’, die einige Hersteller bereits seit 2003 anbieten. Die Telekom-Tochter T-Mobile USA will solche Services nach eigenen Angaben im Laufe dieses Jahres ebenfalls auf den Markt bringen.

Dort tummeln sich unter anderem bereits Sprint Nextel und Verizon. Beide haben aktuell einen Navigations- und Kartierungsservice veröffentlicht. Dabei wird der Aufenthaltsort des Besitzers eines GPS-Handys automatisch aufgezeichnet. Indem Fragen eingetippt werden, kann sich der Nutzer dann zu einer bestimmten Adresse oder einem bestimmten Ort leiten lassen, beispielsweise zur nächsten Tankstelle, zum Krankenhaus oder zu einem Geschäft.

Die Preise für GPS-Handys liegen dabei nicht wesentlich über denen für andere Geräte. So verkauft Verizon Wireless Motorolas GPS-Modell V325 für 80 Dollar – Sprint Nextel hat Motorolas i850 für 150 Dollar im Angebot. Abgesehen von diesen Kosten verlangen die meisten Carrier eine monatliche Gebühr von 10 Dollar, für die der Service uneingeschränkt genutzt werden kann.

Hintergrund für das GPS-Engagement der Firmen sind auch neue Vorgaben der Federal Communications Commission (FCC), wonach Handys für Notfälle geographisch verfolgbar sein müssen.

Frühere Location Finding Services, bei denen die Nutzer beispielsweise die nächste Bank finden konnten, indem sie ihre Postleitzahl eintippten, stießen im Markt auf wenig Interesse. Zu teuer und lückenhaft waren solche Dienste. In den USA und Europa hätten nur ein Prozent der Anwender diese Services genutzt, heißt es von Marktbeobachtern.