Alcatel und Lucent räumen Bedenken der US-Behörden aus

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Alcatel und Lucent verhandeln über eine Fusion. Ein spezieller Plan soll die Sicherheitsbedenken der US-Behörden ausräumen.

Die Behörden hatten erst kürzlich den Kauf der US-Firma SourceFire durch das israelische Unternehmen Check Point Software verhindert. Vertreter von Ceck Point und des ‘Committee on Foreign Investments in the United States’ (CFIUS) konnten sich nicht einigen – so dass Check Point die Übernahme letztlich absagte.

Einen ähnlichen Verlauf der Ereignisse wollen das französische Unternehmen Alcatel und die US-Firma Lucent offensichtlich verhindern. Das soll nach Angaben des Wall Street Journal mit Hilfe eines speziellen Aufsichtsgremiums (Proxy Board) geschehen. Geht es nach Alcatel und Lucent, wird das Gremium die sicherheitskritischen Geschäftsbereiche und Vermögenswerte von Lucent verwalten. Mitglied des Proxy Board können ausschließlich US-Amerikaner werden.

Alcatel und Lucent orientieren sich mit diesem Plan an der Übernahme des US-Unternehmens PEC Solutions durch den kanadischen Konzern Nortel im Jahr 2005. Damals wurde der Bereich ‘Nortel Government Solutions’ gegründet, der vollkommen von einer US-amerikanischen Nortel-Tochter kontrolliert wird. Auch Nortel Government Solutions verfügt dazu über ein spezielles Aufsichtsgremium.