PoE-Controller soll Netzteile ersetzen

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Das US-Unternehmen National Semiconductor (NSC) hat den nach eigenen Angaben den ersten Single-Chip-Controller für Power-over-Ethernet auf den Markt gebracht, der auch leistungsstärkere PoE-Anwendungen bedienen kann.

Für Applikationen, deren Stromversorgung normalerweise mit Hilfe von Netzadaptern sichergestellt werden muss, soll der ‘LM5072’ genügend Power liefern. Dazu setzt er unter anderem auf eine programmierbare Strombegrenzung.

Diese erlaubt es, bis zu 25 Watt aus einem PoE-kompatiblen Port zu ziehen. Viele zukünftige PoE-Anwendungen erfordern eine Leistung, die über die Grenzen derzeit existierender Standards hinausgeht, lautet die Intention des Herstellers. Für Powered-Devices (PDs) nach dem IEEE-Standard 802.3af lässt sich der Strom zwischen Werten von 150mA und 800mA programmieren oder der Programmierwiderstand entfernen, um den LM5072 auf die Standardeinstellung mit maximal 440mA Stromentnahme zu schalten.

Der LM5072 verfügt über eine maximale Eingangsspannung von 100V und einen Nennstrom von 800mA und unterstützt auch Applikationen, die Spannungen von Hilfsstromversorgungen akzeptieren. Typische Anwendungen für den LM5072 sind unter anderem VoIP-Telefone, ferngesteuerte Überwachungskameras, Kartenlesegeräte und WLAN-Router. Sogar die Möglichkeit, ein Laptop via LAN-Kabel mit Energie zu versorgen, soll damit näher gerückt sein.

Der Controller beinhaltet ferner einen Pulsweitenmodulations-Controller (PWM) mit einem maximalen PWM-Tastverhältnis von 50 oder 80 Prozent zur Unterstützung einer Vielzahl von DC/DC-Wandler-Topologien sowie für den Betrieb mit erweitertem Hilfseingangsspannungsbereich. Der LM5072 ist ab sofort verfügbar und kostet 1,85 US-Dollar bei Abnahme ab 1000 Stück.