Analysten warnen vor iPhone-Einsatz im Betrieb

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Das neue Multifunktions-Handy von Apple, iPhone, wird einerseits in den Himmel gelobt, doch die ersten kritischen Stimmen warnen vor zuviel Euphorie.

Die Analysten raten vom Kauf des iPhone ab, solange nicht geregelt ist, wie sich das neue Handy im Firmenalltag sicher nutzen lässt. Gerade bei Geschäftsnutzern sehen Gartner-Analysten große Gefahren.

Die bedenken, die das Marktforschungsunternehmen gegen das neue Handy äußerten, betreffen die unkontrollierte Nutzung am Arbeitsplatz. Die IT-Abteilungen von Unternehmen sollten demnach Vorsicht walten lassen, wenn sie ihren Mitarbeitern erlauben das iPhone am Arbeitsplatz zu benutzen. Das betreffe aber auch ganz generell das Einbinden tragbarer Elektronikgeräte in die IT-Netzwerke. Dies werde vielerorts heute schon als ein immer größer werdendes Problem angesehen. Vor allem in Hinblick auf die Security Policies, die jedes Unternehmen haben und durchsetzen soll.

Bedenklich seien daher am iPhone die vielen Funktionen, die die Zugänge einfach und schnell machen, wobei die Sicherheit auf der Strecke bleiben könne. Vor allem, wenn es den Mitarbeitern erlaubt wird, ihr iPhone selbständig ins Netz einzuloggen. “Viele der tragbaren Geräte haben super-einfache Anwendungen, die das Gerät in Null-Komma-Nichts mit dem Firmensystem verbinden. Das Unternehmen bekommt davon nichts mit und hat keine Kontrolle darüber”, hieß es in dem Report von Gartner. Die Unternehmen sollten so etwas wie eine “managed diversity”-Strategie entwickeln. Diese unterstütze zwar eine Vielzahl von Geräten, schränke aber deren Zugang ein.

Gartner riet aus mehreren Gründen dazu, vorerst auf das iPhone zu verzichten. Unter anderem sei das Sicherheitsproblem ein Anlass, das Handy mit Vorsicht zu genießen. Außerdem funktioniere es nicht mit den wichtigsten mobilen E-Mail-Lösungen für Unternehmen. Mangelhafte Features, wie die nicht austauschbare Batterie, würden zu erhöhten Betriebskosten führen. Darüber hinaus werde das Handy derzeit nur von einem Mobilfunkanbieter unterstützt, das Betriebssystem sei nicht für andere Hardware-Anbieter lizenziert was Backup-Optionen einschränke und es habe sich noch nicht auf dem Markt bewährt. Auch der extrem hohe Preis von 500 US-Dollar (673 Euro) sollte dem Käufer zu denken geben, so die Analysten.